Bewährte Methoden zur Bereinigung der Realitätswahrnehmung der Bevölkerung

Müllers Manual Option 2

 

Inhaltsübersicht über den gesamten Text, der hier nur in kleinen Ausschnitten vorgestellt wird. Vorab ist der kurz als „Müllers Manual“ bezeichnete Text gerade als eBook erschienen.(link zur eBook Vorveröffentlichung):

  1. Rechtfertigungen und Gefahren der ständigen und breitgestreuten Anwendung von Methoden zur Bereinigung der Realitätswahrnehmung. 5

A-1: Gründe für die Notwendigkeit der aggressiven Propagierung einer politisch korrekten Sicht auf die Gesellschaft der Bundesrepublik. 7

A-2: Wenn Menschen die Masken der in einer bestimmten Gesellschaft als politisch korrekt angesehenen Realitätswahrnehmung abnehmen, kann dies in kürzester Zeit dramatische Folgen haben. 9

A-3: Eine dringende Warnung: Kriegerischen Massenmorden geht immer die Bereinigung der Realitätswahrnehmung der Bevölkerung durch Politik und Medien voraus. 11

  1. Die wichtigsten Methoden zur erfolgreichen Ausübung der „Kunst der großen Lüge“. 12

B-1: Die Notwendigkeit absurd großer Lügen. 12

B-2: „Alle“ Fachleute müssen die Lüge bestätigen. 13

B-3: Die ständige Wiederholung der Lügen durch Medien und Politik. 14

  1. Verwendung von Methoden der (Schwarm-) Psychologie zum Verständnis und zur Steuerung journalistischer Praktiken. 15

C-1: Methoden zur Vermittlung der Illusion von Pressefreiheit und redaktioneller Unabhängigkeit in einer Landschaft von Monopol- bzw. Oligopol-Medien. 15

C-2: Methoden zur Steuerung des Schwarmverhaltens der Medien. 16

C-3: Methoden, die geeignet sind, mediale Dauerbrenner zu erzeugen. 18

C-4: Methoden zur Blockade oder Marginalisierung der Wahrnehmung unerwünschter Fakten und Vorgänge. 19

C-5: Ein dringender Appell an Journalisten, den Eindruck arroganter Erzieher zu vermeiden. 20

  1. Der Einsatz von Methoden der Rahmung und Beleuchtung zur Bereinigung der Realitätswahrnehmung 22

D-1: Der Trick der Verengung des Betrachtungsrahmens. 22

D-2: Anwendung der Erweiterung des Betrachtungs- und Bewertungsrahmens. 23

D-3: Die besondere Effektivität der schrittweisen Rahmenverschiebung. 25

D-4: Die Methode des Aufblasens kleiner Elemente innerhalb eines Betrachtungsrahmens. 27

D-5: Die Verwendung unterschiedlicher Rahmungen und kolorierter Beleuchtungen für gleichartige Ereignisse. 28

  1. Methoden zum Verbergen der wichtigen Vorgänge hinter spiegelnden Glasglocken oder durch stetig erneuerte Rauchwolken. 30

E-1: Spiegelnde Glasglocken, die den Blick auf bevorstehende Katastrophen verhindern. 30

E-2: Methoden zur Beschmutzung von Gegnern durch blickdichte Wände aus schwarzem Rauch   32

E-3: Nutzung von Verdächtigungen und anonymen Quellen in politischen Kämpfen. 33

  1. Statistiken und Umfragen als Methoden zur Bereinigung der Realitätswahrnehmung. 34

F-1: Beispiele für die Möglichkeiten zur Bereinigung statistischer Daten. 35

F-2: Beispiele für die Bereinigung von Umfragen:. 36

  1. Methoden zur Bereinigung der Realitätswahrnehmung und zur Diffamierung politischer Gegner durch Begriffe und Zitate. 37

G-1: Unterstützung des erwünschten Denkens und Fühlens durch neue Begriffe. 37

G-2: Bekämpfung von Gegnern mit Begriffskeulen und sprachlichen Farbbeuteln in Kombination mit der positiven Kolorierung der eigenen Unterstützer. 39

G-3: Methoden zur Verdrehung von Zitatfragmenten, Umdeutung von Vergleichen sowie zur Ausnutzung von Plagiatsvorwürfen. 41

  1. Bereinigung der Realitätswahrnehmung der Bevölkerung durch politische Reden und TV-Schauprozesse 42

H-1: Notwendigkeit und Methodik inhaltsleerer Parlaments- und Wahlkampfreden. 42

H-2: Methoden zur Nutzung politischer TV-Talkshows als Schauprozesse. 43

H-3 Die Fuchsjagd-Methode bei Pressekonferenzen von Politikern. 44

  1. Killer-Instrumente zur Neutralisierung oder Erpressung von wichtigen Personen: Vorwürfe bezüglich sexueller Belästigung, Vergewaltigung oder Bestechung. 46

I-1: Die Methode der Behauptung sexueller Belästigungen, die z.T. lange zurückliegen. 46

I-2: Instrumentalisierung von erfundenen bzw. juristisch definierten „Vergewaltigungen“. 48

I-3: Methoden zur Eliminierung von politischen Konkurrenten oder missliebiger Regierungschefs durch Bestechungsvorwürfe. 49

  1. Anwendung von psychologischen Methoden zur Unterstützung der bereinigten Realitätswahrnehmung 51

J-1: Definition der Zielgruppen und Erforschung ihrer „Resonanzfrequenzen“. 51

J-2: Erschaffung von „Zwillingen“ der Prototypen wichtiger Zielgruppen und deren Nutzung als emotionaler Anker für politische Botschaften. 52

J-3: Entwicklung und Nutzung von Peer-to-Peer Methoden in der politischen Überzeugungsarbeit  53

J-4: Erzeugung rauschhafter Euphorie oder Aggression bei Menschenmassen: Wahlkampf-Rallys in den USA und Protestdemonstrationen. 54

J-5: Visuelle Zensur oder optische Übertreibung bei Massenveranstaltungen und Demonstrationen   56

J-6: Unterbewusste Angst als Motiv zur freiwilligen Bereinigung der eigenen Realitätswahrnehmung   57

  1. Einige Methoden, durch welche damit begonnen werden kann, die Realitätswahrnehmung in der alternativen Öffentlichkeit des Internets zu bereinigen. 58

K-1: Die ehrlichen Meinungsäußerungen von Menschen finden meist in den sozialen Medien statt, deshalb sind auch hier Bereinigungsmethoden nötig. 58

K-2: Methoden mit denen politisch erwünschte Meinungen und Informationen im „feindlichen“ Umfeld der sozialen Medien lanciert werden können. 59

K-3: Die Notwendigkeit eines rund um die Uhr arbeitenden „Rapid Response Teams“ zur Bekämpfung von Shitstorms und „Fake News“. 61

 

Kurzbiographie von Lothar Müller

Lothar Müller wurde in Leipzig in der damaligen DDR im Jahre im Jahre 1955 geboren. Nach dem Abitur wurde er während seines Dienstes bei der Nationalen Volksarmee für den Staatssicherheitsdienst angeworben. Dort durchlief er die übliche militärisch-geheimdienstliche Grundausbildung und studierte danach Gesellschaftswissenschaften und Journalismus an einer NVA-Hochschule.

Als Politoffizier einer Grenzeinheit betreute Müller eine Dokumentation des DDR-Fernsehens über die Grenzsicherung durch den „antifaschistischen Schutzwall“. Dadurch wurde er mit dem Politkommentator des DDR-Fernsehens Karl-Eduard von Schnitzler bekannt, der die Grenzeinheit im Rahmen dieser Dokumentation besucht hatte. Bei abendlichen Gesprächen während des mehrtätigen Drehs kamen sich Schnitzler und Müller näher. Besonderes interessant fand Schnitzler die Anmerkungen von Müller zum Stil der Texte des Fernsehstars. Müller machte Vorschläge, wie diese subtiler, weniger aggressiv und unterbewusst wirkend gestaltet werden könnten.

Schnitzler schickte ihm in den kommenden Wochen immer wieder Textentwürfe, die Müller in diesem Sinne überarbeitete. Aufgrund der engen Kontakte des Politkommentators zu den Spitzen des Ministeriums für Staatssicherheit und des Zentralkomitees der SED konnte er erreichen, dass Müller ihm zunächst für zwei Jahre als persönlicher Referent an die Seite gestellt wurde. Daraus wurde eine tägliche enge Zusammenarbeit, was dazu führte, dass Müller alle Texte von Schnitzler bis zum Zusammenbruch der DDR überarbeitete. Allerdings gelang es ihm nur teilweise, seinen Chef von einem allzu geifernden Stil abzuhalten. Als Stasi-Offizier hatte Müller aber gelernt, sich einzufügen und unterzuordnen. Im Range eines Majors wurde Müller nach Auflösung der DDR-Sicherheitsorgane in die Arbeitslosigkeit entlassen.

Angesichts der Aussichtslosigkeit einer Anstellung im vereinigten Deutschland ging Müller zunächst nach Schweden und dann in die USA, wo er für Greenpeace, Amnesty International und ähnliche Organisationen als freier Mitarbeiter tätig wurde. Dabei erwiesen sich seine ausgezeichneten Englisch-Kenntnisse natürlich als essenziell. Seine frühere Tätigkeit konnte er leicht verheimlichen.

Müller konzipierte Aktionen (Demonstrationen, Blockaden, Plakataktionen, Medienkampagnen u.ä.), mit denen diese Organisationen auf ihre Ziele aufmerksam machten und Spendengelder einwarben. Auch hier lag sein Interesse besonders auf der Entwicklung und Anwendung von Methoden, die den Texten und Slogans eine unterbewusst wirkende, emotionale Ebene hinzufügten.

Nach 15 Jahren im Ausland kehrte Müller nach Deutschland zurück. Er hatte sich durch seine o.g. Tätigkeiten ein weltweites Netzwerk von Kontakten zu Umweltaktivisten, Globalisierungsgegnern, Frauenrechtlern sowie zu linken und grünen Parteifunktionären aufgebaut, was ihm ermöglichte, als freier und weitgehend anonym arbeitender Berater (in den USA „Spin Doctor“ oder „Media Consultant“ genannt) zu arbeiten. Wieder lag der Schwerpunkt seiner Tätigkeit auf der Verfassung bzw. Überarbeitung von Texten und der Ausarbeitung von PR-Strategien, welche mit ausgeklügelten Methoden entweder politische Gegner schädigen oder die Agenda des Auftraggebers bewerben sollen.

Da Müller immer im Hintergrund bleibt, kann er problemlos zur gleichen Zeit für verfeindete politische Bewegungen arbeiten, ohne dass dies sichtbar wird. Müllers Arbeiten haben sich als so wertvoll erwiesen, dass er außergewöhnlich hohe Honorare verlangen kann, was ihm einen luxuriösen Lebensstil ermöglicht. Deshalb hält er sich meistens entweder in seinem Haus auf Mallorca oder auf den Malediwen auf. Er lebt seit 5 Jahren mit seiner 28-jährigen portugiesischen Freundin zusammen, hat aber keine Kinder. Müller korrespondiert mit Hilfe aufwändig verschlüsselter E-Mails mit seinen Auftraggebern. Persönliche Gespräche oder Telefonate sind selten.

 

D. Der Einsatz von Methoden der Rahmung und Beleuchtung zur Bereinigung der Realitätswahrnehmung

 

D-1: Der Trick der Verengung des Betrachtungsrahmens

Befestigt man einen Rahmen auf einem Stativ und stellt ihn in eine beliebige Landschaft und dann einem Beobachter im Abstand von einigen Metern davor, kann ihm ein Ausschnitt erscheinen (z.B. ein vertrockneter Baum, ein Beet blühender Blumen, eine Ruine etc.), welcher mit dem Gesamtbild dieser Landschaft (z.B. ein idyllischer Mittelmeerhafen) kaum etwas zu tun hat. Genau derselbe Effekt tritt ein, wenn man ein großes, komplexes Objekt in einem dunklen Raum an einer Stelle mit einem eng fokussierten (farbigen) Lichtkegel beleuchtet.

Genau die gleiche Wirkung können Politiker oder Journalisten erzielen, wenn sie den Betrachtungsrahmen (oder Beleuchtungskegel) bei komplexen Vorgängen verengen. In der Regel will man auf diese Weise die missliebigen, unpopulären, risikoreichen oder illegalen Teile von politischen Aktionen der öffentlichen Aufmerksamkeit entziehen. Selten geht es nur darum, das Verständnis komplexer Zusammenhänge durch Beschränkung auf „Wesentliches“ zu erleichtern.

Die Auslassung wichtiger Elemente einer Geschichte ist nur ein Aspekt, deren Wahrnehmung massiv zu verändern. Oft ist es auch sinnvoll, Zusammenhänge mit anderen Vorgängen zu verschweigen, so dass das eng gerahmte und isoliert beleuchtete Teilstück eines komplexen Vorganges in der beabsichtigten Weise dargestellt werden kann.

 

Beispiele:

  • Indem man sich auf den engen Rahmen der Rettung Europas konzentriert („Zerbricht der Euro, zerbricht Europa!“) kann man horrende Kredite an Griechenland u.a. Länder, den grenzenlosen Aufkauf von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank und andere massive Verletzungen der EU-Verträge aus dem Blickpunkt verschwinden lassen. So wird auch nicht mehr diskutiert, dass die Einführung des Euro bei rationaler Betrachtung eigentlich als der letzte Schritt einer europäischen Einigung und nicht als einer der ersten (vor Angleichung der Rechts- und Steuersysteme sowie der Arbeitsproduktivität) hätte vorgenommen werden müssen.
  • Indem man immer neue (der eigentlich verbotenen) „Bail-Out-Kredite“ an EU-Länder im Betrachtungsrahmen einer Rettung in letzter Minute vergibt, bleiben die wirklichen Empfänger dieser Gelder nahezu unbemerkt. Es handelt sich um die privaten Gläubigerbanken dieser Länder. Dass für die Erholung des Landes selbst (z.B. durch Investitionen, Infrastrukturmaßnahmen, Wirtschaftsförderung etc.) kaum etwas übrig bleibt, geht dadurch unter.
  • Wenn man den Rahmen nur um die Gruppe integrierter und erfolgreicher Muslime legt oder sie mit einem eng fokussierten warmen Lichtkegel beleuchtet, kann die Tatsache, dass sich Parallelkulturen in den muslimischen Ghettos aller europäischen Länder gebildet haben, aus dem Blickfeld verschwinden.
  • Eine besonders effektive und beliebte Methode zur Bekämpfung und ggf. Diffamierung eines politischen Gegners ist Verengung des Betrachtungsrahmens seiner Aussagen oder Texte. So können Satzteile oder wenige Sätze ohne den Gesamtzusammenhang einen völlig anderen Sinn ergeben und entsprechend instrumentalisiert werden (rechtsradikal, rassistisch, mitleidslos, arrogant, kriegstreiberisch etc. pp.). Dagegen gibt es fast keine wirksame Verteidigung außer der wirkungslosen Entgegnung des Angegriffenen: „Wenn Sie mein gesamtes Interview (den gesamten Artikel, das Buch) gelesen hätten, dann wüssten Sie, dass…“. Da sich aber in der Regel weder die Angreifer noch das Publikum die Mühe machen werden, all dies zu lesen, im Zusammenhang zu verstehen und zu bewerten, bleibt das im verengten Rahmen sichtbare Zitat im Bewusstsein der meisten Menschen hängen. Besonders wirksam ist dies, wenn das eingerahmte Fragment in den Medien über Wochen wiederholt wird.

 

D-2: Anwendung der Erweiterung des Betrachtungs- und Bewertungsrahmens

Diese Methode ist besonders geeignet, wenn es um Begriffe geht, welche durch den allgemeinen Sprachgebrauch für jedermann verständlich und klar definiert erscheinen. Mit Hilfe der (z.T. beträchtlichen) Ausweitung des Bedeutungsrahmens kann man darin Vorkommnisse unterbringen und skandalisieren, die ohne dieses Verfahren als Lappalien abgetan würden und niemanden interessiert hätten.

Um diese Erweiterungen des Betrachtungs- und Bewertungsrahmens zu rechtfertigen, lassen sich leicht Artikel von Soziologen oder Psychologen finden, die genau dies fordern oder bereits als Tatsache beschreiben. Zudem eignet sich auch der Verweis auf besonders extreme gesetzliche Rahmenerweiterungen (z.B. für den Begriff Vergewaltigung) in anderen Ländern als Begründung für die eigene Auffassung.

Die besondere Effektivität der Methode der Rahmenerweiterung besteht darin, dass die meisten Menschen immer noch von der alten klassischen Definition ausgehen und deshalb leicht von „skandalösen Vorgängen“ überzeugt werden können, wenn diese mit einem früher eng definierten Begriff umrahmt werden.

 

Beispiele:

  • Der herkömmliche Begriff eines Rassisten stammt aus der Kolonialzeit, der US-amerikanischen Sklaverei bzw. der Verarbeitung der Verbrechen des Nazi-Regimes. Er beschreibt die Betrachtung anderer Rassen als minderwertig, was u.a. deren Ausbeutung und ggf. Tötung rechtfertigen soll. Die jetzt von einigen Soziologen benutzte Definition dieses Begriffs nimmt eine massive Rahmenerweiterung vor: Nun sind all jene Rassisten, die Menschen einer bestimmten Gruppe (Ethnie, Kultur, Herkunftsland etc.) gemeinsame Eigenschaften zuschreiben. Dabei ist sogar egal, ob diese positiv oder negativ gewertet werden. Diese Rahmenerweiterung haben sich bereits viele Journalisten und Politiker zu eigen gemacht. So kann jeder Gegner, der verallgemeinernde Äußerungen über eine bestimmte Gruppe macht, als Rassist bezeichnet und entsprechend beschädigt werden.
  • Ähnlich wie beim Begriff des Rassisten verhält es sich bei der Rahmenerweiterung für Adjektive wie „populistisch“, „rechtsextrem“, „nationalistisch“ etc. Deshalb kann jeder, der populäre, konservative oder nationale Ansichten vertritt, problemlos diffamiert werden, da ja das gängige Verständnis dieser Begriffe in der Bevölkerung noch auf den ursprünglichen Gebrauchsrahmen beschränkt ist.
  • Auch bei der sexuellen Belästigung ist eine massive Rahmenerweiterung der Begriffsdefinition zu beobachten. So gilt bei Umfragen in skandinavischen Ländern bereits das Gefühl der Frau, durch Bemerkungen oder Blicke sexuell belästigt worden zu sein, als sträfliches Verhalten des Mannes. Heute werden oft bereits Einladungen, Komplimente zu Figur und Ausstrahlung oder ironische Witzchen als sexuelle Belästigung eingestuft. Dies hat schon die Karriere mancher Prominenter schlagartig beendet. In der Wahrnehmung des Publikums wird jedoch vermutet, die (meist reichen oder prominenten) „Täter“ hätten sich grapschend über die Frau hergemacht oder versucht, sie zu sexuellen Gefälligkeiten zu erpressen.
  • Eine ganz andere Methode der Rahmenerweiterung ist das vereinnahmende „Wir“. Indem man durch die ausschließliche Verwendung von „wir“ alle Menschen (und auch sich selbst) einschließt, kann man jede Form von Anklage, Verurteilung und Alarmismus verwenden, ohne als überheblicher Aktivist oder Besserwisser angesehen zu werden.
  • Durch die Unterstellung einer massiven und ungerechtfertigten Rahmenerweiterung kann man einen Gegner schnell und wirksam beschädigen, indem man einfach seine Aussagen mit einem generalisierenden Artikel versieht und als Zitat oder als sinngemäße Wiedergabe seiner Einlassungen verbreitet. Wenn jemand also die Kriminalität und das Bildungsversagen von vielen arabischen oder türkischen Jugendlichen kritisiert, dann sollte man seine Aussagen so zusammenfassen: Er sagt, „die“ Araber (Türken, Muslime) sind ungebildet und kriminell. Ähnliches gilt für die Kritik an der Politik der israelischen Regierung: Er sagt, „die“ Juden verdrängen die Palästinenser aus ihrem Land durch ungehemmten Siedlungsbau und ökonomische Strangulierung. So kann man aus einer sachlich korrekten Aussage eines Gegners leicht den Beweis ableiten, er sei ein Rassist, Fremdenfeind oder Antisemit.

 

D-3: Die besondere Effektivität der schrittweisen Rahmenverschiebung

Bei dieser Methode wird der ursprüngliche Rahmen um eine Handlung oder Aussage eines politischen Gegners weder erweitert noch verkleinert. Stattdessen findet seine schrittweise Verschiebung statt. Dabei wird der Rahmen zunächst so verschoben, dass er noch an einer Ecke mit etwa 10-20% des ursprünglichen Rahmens überlappt. Man kann also keiner Lüge bezichtigt werden. Im weiteren Verlaufe der Debatte wird nur noch der Inhalt dieses neuen Rahmens thematisiert. Dann wird dieser Betrachtungsrahmen weiter verschoben, wobei immer ein Überlappungsbereich mit dem vorherigen erhalten bleiben muss usw. Der letzte Rahmen ist dann schließlich so weit vom ursprünglichen entfernt, dass beider Inhalt keine Ähnlichkeiten mehr hat. In der Wahrnehmung der Öffentlichkeit dreht sich jedoch die Diskussion scheinbar immer noch um das gleiche Thema.

Häufig wird die Methode der schrittweisen Rahmenverschiebung auf Kritiker von muslimischen Ghettos oder der unkontrollierten Masseneinwanderung aus Kriegsgebieten angewandt. Auch honorige und verdienstvolle Personen finden sich dann schnell mit Rahmungen wie „Rassist“, „Ausländerfeind“, „Populist“, „Nationalist“, „Islamfeind“ etc. wieder.  In ähnlicher Weise kann die Methode auch in anderen Feldern politischer Auseinandersetzungen verwendet werden. Die Endrahmungen sind dann z.B. „Klimaleugner“, „Euro-Gegner“, „Globalisierungsgegner“, „Putin-Versteher“ u.ä.

Eine besondere Form dieser Methode verschiebt den Rahmen auf das Feld „Verschwörungstheorien“. Diese Betrachtungsweise ist im allgemeinen Verständnis erstaunlich stark diskreditiert und wird mit „Fake News“, also böswillig erfundenen Nachrichten gleichgesetzt. Erstaunlich ist dabei, dass Verschwörungen (oder anders formuliert Geheimoperationen) doch eigentlich eine völlig normale und ständig vorkommende Form von politischen oder wirtschaftlichen Auseinandersetzungen sind.

Man denke nur an die rund 40 erfolgreichen Staatsstreiche, die im Laufe der Jahre durch die US-Geheimdienste unterstützt wurden, um unliebsame Regierungen loszuwerden. Dazu kommen die Verschwörungen bei den vielen Stellvertreterkriegen, die man als ethnische, religiöse oder Befreiungskriege darstellt. Schließlich sind fast alle Auslandsgeheimdienste der Welt ständig mit Verschwörungen verschiedenster Art beschäftigt. Dazu kommen die riesigen Verschwörungsnetze, mit denen Mafia-Organisationen ihre Ziele mit und bei Regierungen und Unternehmen durchsetzen. Schließlich dürfen die Verschwörungen von Islamisten zur Durchführung von Terroranschlägen nicht vergessen werden, die westliche Länder in immer kürzeren Abständen in Schrecken versetzen.

Beispiele:

  • Einer der erfahrensten Politiker des Landes, der eine solide Erfolgsgeschichte in all seinen beruflichen Stationen vorweisen kann, nimmt sich in einem Buch derjenigen Probleme an, die alle anderen verschweigen oder schönreden. Dies ist störend, weil seine Schlussfolgerungen nicht in das Wunschdenken des politischen und journalistischen Mainstream passen. Also wird der Rahmen verschoben, indem man ihn in zahllosen TV-Diskussionen mit einer Gruppe von Gegnern umzingelt, welche durch die Umdeutung listig selektierter Zitate belegen, dass er ein Rassist und Rechtspopulist ist. Weil jedoch Millionen völlig überraschend sein zahlenlastiges Buch kaufen, muss der Rahmen weiter bewegt werden. Dies gelingt, indem man nicht nur die immer gleichen Zitatfragmente verwendet, sondern ihm auch noch den „Beifall von der falschen Seite“ zum Vorwurf macht. So wird aus dem anständigen und kenntnisreichen Staatsdiener nach einer weiteren Rahmenverschiebung ein Rassist und Rechtsradikaler, der an die erbliche Dummheit aller Migranten glaubt. Also wird er von seinen ehemaligen Parteigenossen gemieden. Es wird nicht über die Massen berichtet, die zu seinen Lesungen strömen, sondern über einige Krawallmacher vor der Tür. Damit wird der Rahmen noch weiter, und zwar auf den Protest der gesunden Volksmeinung verschoben. Als dies noch nicht zu seiner Neutralisierung ausreicht, wird der Rahmen ins Leere bewegt. Der Mann wird totgeschwiegen: Kein Sender und keine Zeitung berichtet mehr über ihn. Er ist ein Aussätziger geworden und muss unter Polizeischutz gestellt werden. Eine tolle Erfolgsgeschichte der Rahmenverschiebung, die auch als Warnung für Nachahmer geeignet ist.
  • Noch immer sind die Fragen zu den Ereignissen am 11. September 2001 in New York, die von einem Zusammenschluss von mehreren tausend Fachleuten aufgeworfen wurden, nicht beantwortet. Viele Tatsachen wurden in den offiziellen Berichten ausgeblendet. Dazu gehören auch so erstaunliche Fakten, wie der Einsturz eines großen Gebäudes, welches weder in Brand geraten noch direkt betroffen war. Auch die unerklärliche Auffindung der Ausweispapiere eines der – in tausend Stücke zerfetzten und verbrannten – Attentäter in den Trümmern des World Trade Center und viele andere Absonderlichkeiten könnte man hier nennen. (Übrigens finden sich auffällig häufig die Ausweispapiere von Attentätern in ihren Autos.) Wie bei den immer noch offenen Fragen zum Mord an Kennedy wird hier der Rahmen schrittweise in das Feld „Verschwörungstheorie“ verschoben, wodurch alle kritischen Fragen obskur erscheinen und diejenigen, welche sie stellen, als „Verschwörungstheoretiker“ gebrandmarkt und verspottet werden können.

 

 

D-4: Die Methode des Aufblasens kleiner Elemente innerhalb eines Betrachtungsrahmens

Das Ziel dieses Verfahrens ist es, die meisten Elemente innerhalb eines Betrachtungsrahmens aus der öffentlichen Wahrnehmung zu verbannen, indem man ein Element wie einen Heißluftballon aufbläst und zum Skandal erklärt. Neben der Ablenkungsfunktion hat diese Methode aber auch einen weiteren Nutzeffekt: Sie eignet sich zur Profilierung von Aktivisten und der hinter ihnen stehenden Organisationen. Dies führt zur Erhöhung des Spendenaufkommens, welches u.a. den Job der Mitarbeiter dieser Vereinigungen sichert. Natürlich profitieren die Medien durch die Steigerung von Quoten und Auflagen davon, dass der aufgeblasene Ballon einer Nichtigkeit möglichst lange am Himmel schwebt.

Beispiele:

  • Die Regierung eines neuen EU-Landes aus dem ehemaligen Ostblock muss neue Straßenverkehrsregeln erlassen, die Pferdefuhrwerke auf Landstraßen verbieten. Also werden viele Pferde in kurzer Zeit geschlachtet, ohne dass für deren Fleisch genügend Abnehmer zu finden sind. Schließlich hilft ein Nahrungsmittelkonzern aus und mischt Pferdefleisch in seine italienischen Fertiggerichte. Durch einen Hinweis oder durch Zufall entdecken die deutschen Lebensmittelbehörden diese „Verunreinigung“ mit gesundem und unbedenklichem Pferdefleisch. Eine wochenlange Welle der Empörung bricht los, sichert den Medien gute Quoten und den Konkurrenten der inkriminierten Firma ein sattes Umsatzplus. Tausende Bürger fragen sich besorgt, ob sie vielleicht durch die Beimengungen von Pferdefleisch vergiftet wurden und sich nie mehr erholen werden. Von anderen Inhaltsstoffen industriell hergestellter Fertignahrung redet niemand mehr. Die müssen ja in Ordnung sein, wenn man sich über ein wenig Pferdefleisch schon so aufregt.
  • Ein Labor entdeckt Spuren der giftigen Substanz Dioxin in Eiern. Der Austritt großer Mengen dieser Substanz aus einem Chemiewerk hatte vor Jahren in Indien viele Tote zur Folge. Sogar ein prospektiver Staatschef wurde damit heimtückisch vergiftet und hat gerade noch überlebt. Jetzt bricht ein Mediensturm los: Fast jeder ist sicher, dass er sich wohl schon mit dem Dioxin in den Eiern vergiftet hat und ebenso pockennarbig enden wird. Toxikologen werden dazu selten befragt, weil man von ihnen hört, dass ein Mensch etwa 100.000 Eier am Tag essen müsste, um erste Vergiftungserscheinungen zu spüren. Schon sind die Fragen der Tierquälerei durch die Massentierhaltung bei der Eierproduktion aus der öffentlichen Wahrnehmung verbannt.
  • Ein großer Ölkonzern will eine alte Ölplattform billig entsorgen und plant, sie im Meer zu versenken. Eine Umweltorganisation braucht Geld und protestiert, weil auf diese Weise angeblich riesige Mengen Schwermetalle aus dem Anstrich der Plattform sowie Ölreste ins Meer gelangen: Die Ökosysteme werden also großräumig kollabieren. Man ruft zum Boykott der Produkte des offenbar kriminell sparenden Konzerns solange auf, bis er einknickt. Die Analysen der Wissenschaftler, die nachweisen, dass aufgrund der vergleichsweise winzigen Mengen der Schadstoffe niemals eine Beeinflussung der Flora und Fauna im Meer eintreten kann, werden durch den Proteststurm der Aktivisten übertönt. Schließlich muss die Plattform an Land gezogen und zerlegt werden. Die Umweltaktivisten haben die Welt gerettet und erfreuen sind an den sprudelnden Spendengeldern.

 

D-5: Die Verwendung unterschiedlicher Rahmungen und kolorierter Beleuchtungen für gleichartige Ereignisse

Mit der Zunahme der Einwanderung in westliche Industrieländer sind zwei gegensätzliche Prozesse zu beobachten: Menschen aus islamischen Ländern bilden oft Parallelgesellschaften in Ghettos und weisen geringe Bildungsanstrengungen und eine entsprechend hohe Arbeitslosigkeit auf. Sie leben zu großen Teilen von Transferleistungen, die durch das Kindergeld für die zahlreichen Nachkommen zu einem guten Familieneinkommen aufgestockt werden. Demgegenüber sind Einwanderer aus asiatischen oder europäischen Ländern meist mit enormem Fleiß darum bemüht, sich gute Qualifikationen zu erwerben und integrieren sich schnell in den Arbeitsmarkt und das soziale Umfeld des Gastgeberlandes.

Als Methode zur Vernebelung dieser Tatsachen und aus Angst vor den Bewohnern der Ghettos – aber auch wegen der Scheu, als rassistisch und fremdenfeindlich gebrandmarkt zu werden – hat sich in der Politik, der Justiz und in den Medien die Verwendung von unterschiedlichen Rahmen bzw. Beleuchtungsmethoden für Verhaltensweisen und Straftaten etabliert. Was im Betrachtungs- und Bewertungsrahmen für die einheimische Bevölkerung und die integrierten Migranten als unakzeptabel bzw. kriminell gilt, wird durch einen ganz anderen Rahmen und eine kolorierte Beleuchtung bei den Bewohnern muslimischer Ghettos als kulturelle Eigenheit toleriert.

Dies wäre noch verständlich, wenn diese Rahmen für die Betrachtung von Verhaltensweisen in ihrem Herkunftsland verwendet würden. Werden allerdings zwei grundverschiedene Werte- und Rechtsauffassungen in einem westlichen Land verwendet, führt dies naturgemäß die gesamte öffentliche Diskussion über eine westliche Wertegemeinschaft sowie über verfassungs- und gesetzestreues Handeln der Bürger und der staatlichen Organe ad absurdum.

Dies muss durch die vehemente Verteidigung der „zwei Rahmen Methode“ verhindert werden, was am besten dadurch gelingt, die obige Diskussion durch den ständig wiederholten Vorwurf der rassistischen Diskriminierung, der Fremdenfeindlichkeit und des Neo-Nazismus in eine Tabu-Zone zu verschieben.

Beispiele:

  • Die Pflichten, die muslimischen Ehefrauen in den Ghettos durch die Familie und das soziale Umfeld auferlegt werden, würden jeweils einzeln bereits bei Frauen des Gastgeberlandes öffentliche Empörung und eine Flut von Prozessen auslösen. Würden westliche Ehefrauen zum Tragen von Kopftuch, Schleier, langen schwarzen Kleidern bzw. Mänteln gezwungen, wäre dies eine Einschränkung ihrer Selbstbestimmung, die einen kollektiven Aufschrei der Frauenrechtlerinnen zur Folge hätte. Allerdings ist dies nur ein kleiner Teil der faktischen Versklavung vieler muslimischer Frauen in den Ghettos. Es beginnt mit der Zwangsheirat garantiert jungfräulicher Mädchen mit Männern, die ihnen oft nahezu unbekannt sind und setzt sich über die Pflicht fort, möglichst viele Kinder zu bekommen und sich ganz auf deren Aufzucht und die Bedienung des Mannes zu konzentrieren. Dazu kommen die Dominanz des Mannes und die Rolle der Brüder, ihre Schwestern von jeglichen erotischen Kontakten fernzuhalten. Also muss man den Rahmen „kulturelle Besonderheiten“ oder „kulturelle Vielfalt“ darüber legen und für eine möglichst warme und diffuse Beleuchtung sorgen. Jetzt gelten faktisch andere Regeln, Werte und Gesetze als im Gastgeberland, nur darf man nicht erlauben, dies öffentlich auszusprechen. Hierzu ist die Stigmatisierung kritischer Stimmen mit den geeigneten Begriffskeulen bzw. begrifflichen Farbbeuteln (Rassist, Chauvinist, Fremdenhasser, Neonazi etc.), gefolgt von ihrem Ausschluss aus den Mainstream-Medien, meist ausreichend.
  • Das Design von Statistiken eignet sich gut für die Bereinigung der Realitätswahrnehmung bei der Diskussion um die Kriminalität junger Männer aus muslimischen Ghettos, wie nachfolgend diskutiert wird. Allerdings ist es auch hier notwendig und sinnvoll, die „zwei Rahmen Methode“ anzuwenden. Während eine erstaunliche hohe Anzahl von Deutschen wegen nicht bezahlter Geldstrafen oder kleinerer Steuerdelikte hinter Gittern sitzen, muss die Justiz einen ganz anderen Betrachtungsrahmen für die Gewaltstraftaten der o.g. Gruppe finden. Dieser zweite Rahmen muss im Wesentlichen die deutsche Gesellschaft verantwortlich machen. So können lange Reihen von Bewährungsstrafen und relativ milde Urteile gerechtfertigt werden. Ansonsten wären die Gefängnisse überfüllt mit jungen muslimischen Gewalttätern, die sich dort weiter radikalisieren, ausbilden und gefährlicher entlassen werden, als sie jemals vorher waren. Dieser zweite (der Entschuldigung-) Rahmen besteht im Hervorheben von „Bildungsferne des Elternhauses“, „Frustration durch Chancenlosigkeit“, „Gefühl der Diskriminierung“, „Aufwachsen in sozialen Brennpunkten“, „Impulsivität und unkontrollierte Spontanhandlung“, „Verletzung männlicher Ehre oder religiöser Gefühle“ u.ä. Dabei darf die Frage, ob all dies nicht durch das Elternhaus, das soziale Umfeld und die Täter selbst verschuldet worden ist, nicht gestellt werden. Vielmehr ist die Schuld primär in der Unfähigkeit der deutschen Gesellschaft zu suchen, diese Menschen ausreichend zu fördern und zu integrieren. Auf diese Weise kann die Kritik an den zwei Rahmen zur Beurteilung von Straftaten weitgehend neutralisiert oder wenigstens unterdrückt werden.
  • Eine besondere Form der „zwei Rahmen Methode“ ist die öffentlich zelebrierte Aburteilung von ausgewählten Prominenten. Wenn Bankchefs durch unverantwortliche und kriminelle Zockermethoden Hunderte Milliarden Euros verspielen und dann den Staat in letzter Minute zur Rettung zwingen, muss öffentlich vermittelt werden, warum Hunderte Banker nicht sofort in Untersuchungshaft genommen wurden und später langjährige Freiheitsstrafen erhielten. Natürlich liegt dies an den Gesetzen und der kreativen Interpretation derselben durch die besten und teuersten Anwälte des Landes und der Angst der Politik vor der Abwanderung der Großbanken in ein weniger gefährliches Umfeld. Also muss ein zweiter Rahmen geschaffen werden, der deutlich macht, dass die deutsche Justiz unerschrocken auch vor der Anklage der wichtigsten Personen nicht zurückschreckt. So findet man in gestohlenen Bankdaten einen Postchef, der ein wenig Geld steuerfrei im Ausland geparkt hat, informiert die Medien und durchsucht dann vor den Kameras sein Haus. Eindrucksvoll ist auch die Verhaftung des Besitzers eines Hotel-Resorts, dem man in langen Prozessen die nicht regelgerechte Verwendung von Fördermitteln nachweist. So entsteht der beruhigende Effekt dieser Rechtsprechung ohne Ansehung der Person: Wenn die Justiz hier so hart vorgeht, dann wird sie dies doch überall tun! Wenn also fast alle Zocker-Banker straffrei ausgehen, dann haben sie sich offensichtlich nichts zuschulden kommen lassen. Man kann also diesen zweiten Rahmen der Justiz öffentlich ignorieren, weil der Anschein erweckt wird, es gäbe ihn nicht.

 

 

H. Bereinigung der Realitätswahrnehmung der Bevölkerung durch politische Reden und TV-Schauprozesse

 

Eine der unvermeidlichen Folgen der langjährig stabilen und wirtschaftlich prosperierenden Entwicklung von Staaten ist die schrittweise Selektion unterdurchschnittlichen politischen Personals. Die wirklichen Entscheidungsprozesse liegen oft nicht auf der Ebene der Regierung oder werden den scheinbaren Machthabern durch die Automatik von Sachzwängen aus der Hand genommen. Deshalb verlagern sich die konkreteren politischen Diskussionen vom Parlament auf die Medien und insbesondere auf die politischen TV-Talkshows.

 

H-1: Notwendigkeit und Methodik inhaltsleerer Parlaments- und Wahlkampfreden

Aufgrund des meist verwendeten Fraktionszwanges bei Abstimmungen in deutschen Parlamenten und angesichts der Vielzahl wirksamer „Folterwerkzeuge“, die für die Disziplinierung eventuell abtrünniger Abgeordneter zur Verfügung stehen, kann von einer freien Gewissensentscheidung bei Abgeordneten schon lange keine Rede mehr sein. Insofern können Parlamentsreden (die meist vor leeren Rängen stattfinden), keine Präsentationen alternativer Konzepte sein, welche das Ziel haben, andere Abgeordnete von den eigenen Argumenten zu überzeugen.

Dementsprechend müssen die Reden der Vertreter der Regierungsfraktionen die bereits lange vor einer Abstimmung getroffenen Entscheidungen loben. Dabei ist es wichtig, sich als Bannerträger des Guten und Notwendigen zu positionieren. Dafür eignet sich die ständige Wiederholung der „westlichen Werte“, welche den eigenen Entscheidungen zugrunde liegen und die durch das neue Gesetzesvorhaben erneut gestärkt werden. Es muss also immer die Rede sein von Freiheit, Demokratie, Gerechtigkeit, sozialem Ausgleich, dem Miteinander, der Chancengleichheit, der Integration und den wirtschaftlichen Erfolgen (die allerdings meist nicht der Regierung zu verdanken sind). Diese und ähnliche Werte sind sakrosankt, weil keiner genau weiß (und wissen will), was sie in der Anwendung auf eine konkrete Situation bedeuten sollen. Deshalb ist es unmöglich, ihnen direkt zu widersprechen.

Für Wahlkampfreden gelten ähnliche Regeln, allerdings ist hier zu beachten, dass kaum ein Bürger die Wahlprogramme der Parteien gelesen hat und zudem aus Erfahrung weiß, dass wichtige Teile davon ohnehin nach der Wahl entweder vergessen oder in ihr Gegenteil verkehrt werden. Deshalb ist es wichtig, auch hier ständig zu wiederholen, dass nur mit der eigenen Partei die sakrosankten Werte (siehe oben) erhalten und ausgebaut werden können. Wie dies konkret geschehen soll, sollte mit Verweis auf die Wahlprogramme in der Regel unerwähnt bleiben.

 

H-2: Methoden zur Nutzung politischer TV-Talkshows als Schauprozesse

TV-Talkshows sind eine sehr kostengünstige Form der Auffüllung der Sendezeit öffentlich-rechtlicher Anstalten und bedienen scheinbar deren Auftrag zur politischen Bildung und Aufklärung des Publikums. Weil aus den o.g. Gründen diese Funktion in den Debatten im Parlament nicht erfüllt werden kann, wären die Talkshows als Ersatzparlamente eigentlich eine sinnvolle Einrichtung. Jedoch ist es im Interesse der Durchsetzung einer weitgehenden Bereinigung der Realitätswahrnehmung eines großen Teils der Bevölkerung wichtig, TV-Talkshows zu Schauprozessen gegen Träger von Ideen zu nutzen, die dieses Ziel stören.

Dazu eignen sich diese Sendungen auch deshalb besonders gut, weil an jeden Tag eine der wöchentlichen Talkshows zu sehen ist. Da hier meist die gleichen Themen mit unterschiedlichen Teilnehmern abgehandelt werden, ist das essenzielle Element der ausreichenden Wiederholung gegeben. Für den angestrebten Erfolg des Sieges der eigenen Konzepte  und der eigenen (richtigen) Weltsicht ist es von entscheidender Bedeutung, zunächst die Teilnehmer so auszuwählen, dass neben 3-4 vehementen Befürwortern der erwünschten Position ein Neutraler und ein Vertreter der zu bekämpfenden Ideen eingeladen wird.

So beginnt man die Show am besten durch relativ neutrale Kommentare des jeweiligen Moderators, welche seine Offenheit nach allen Seiten demonstrieren sollen. Dann kommen die Teilnehmer der Reihe nach zu Wort, wobei auf einen Redebeitrag des zu verurteilenden Gegners und des Neutralen immer zwei Beiträge der Vertreter der richtigen Position folgen müssen, weil dies aufgrund der Teilnehmerzahl ein Gebot der Fairness ist, das jedem einleuchtet. Dadurch entsteht automatisch der Eindruck der Dominanz der richtigen Meinungen.

Zudem fühlt sich der Gegner schließlich so umzingelt, dass er versucht, seine Minderheitsposition immer vehementer vorzutragen. Dies wiederum kann dadurch aufgeschaukelt werden, dass der Moderator beginnt zu zündeln. Dies ist leicht möglich durch die Präsentation von Zitatfragmenten des Angegriffenen (oder seiner politischen Mitstreiter), die so aus dem Zusammenhang gelöst werden, dass sie einen anderen Sinn ergeben. Nun wird sich der Angegriffene noch wütender verteidigen.

Allerdings kann nun der Moderator durch Suggestivfragen an geeignete Vertreter der richtigen Meinungen (z.B. „Wie sehr empören Sie solche Äußerungen?“) deren Attacken ermutigen. In der Regel läuft dies auf ein lautes und gleichzeitiges Gewirr von Rede und Gegenrede hinaus, wobei die Kontrahenten versuchen, so lange und laut zu reden, bis ihr Gegner schließlich entnervt schweigt. Wenn in diesem Stimmengewirr keiner mehr versteht, was gesagt wird, sollte der Moderator als scheinbar Unparteiischer einspringen und die Runde wieder zur Ruhe bringen.

Danach kann die „Zerhackermethode“ angewandt werden. Sie beginnt mit einer Frage des Moderators an den Angegriffenen, der nun hofft, einige Gedanken zusammenhängend darstellen zu können. Dies gelingt in der Regel durch seine aufgestaute Erregung oder Wut nicht besonders gut, was scheinbar berechtigte Einwürfe seiner Gegner hervorruft. Nachdem er sich wieder das Wort verschafft hat, spielt sich nach dem nächsten Halbsatz das Gleiche ab.

Er wird immer weiter aus dem Konzept gebracht und versucht den zerhackten Zusammenhang herzustellen, indem er seinen Satz von neuem (vielleicht mit anderen Worten) beginnt. Dadurch entsteht der Eindruck der Fahrigkeit, Unsicherheit und Redundanz seiner Einlassungen, was es umso richtiger erscheinen lässt, dass ihn seine 3-4 Gegner immer wieder mit pointierten Einwürfen unterbrechen. Schließlich hat kein Zuschauer verstanden, was der Angegriffene sagen wollte und zusammen mit der Mehrheit der Diskussionsteilnehmer sein negatives Urteil gefällt. Der Schauprozess kann zu Ende gehen. Die Sendezeit ist um und der Moderator muss nun noch scheinheilig bedauern, dass man die interessante Diskussion nicht weiter vertiefen konnte.

 

H-3 Die Fuchsjagd-Methode bei Pressekonferenzen von Politikern

Diese Methode wird seit Monaten ständig bei den Pressenkonferenzen des US-Präsidenten und seiner Sprecher verwendet. Wenn man vom Podium aus auf die versammelten Journalisten schaut, sieht man sich einer hemmungslos kläffenden Meute gegenüber und wundert sich, warum niemand auf die Idee kommt, solche Veranstaltungen geordnet zu moderieren. Stattdessen wird sowohl das Amt des Präsidenten als auch der Berufsstand der Journalisten vor der internationalen Öffentlichkeit lächerlich gemacht.

Zehn oder manchmal vielleicht zwanzig Leute schreien ihre Fragen oder Kommentare lautstark in den Raum, sobald die Person auf dem Podium kurz Luft holt. Man kann einen ähnlichen Vorgang eigentlich nur bei einer Gelegenheit beobachten: der englischen Fuchsjagd. Wenn die Meute der Hunde den Fuchs oder ein anderes Tier eingeholt und eingekreist hat, stehen sie um es herum und kläffen frenetisch, bevor sie es zerreißen oder die Jäger angeritten kommen und das arme Wesen mit einem Schuss erlösen. Auch wegen der sinnlosen Grausamkeit dieses Vorganges ist die Fuchsjagd – zum Ärger vieler gutbetuchter Reiter – verboten worden.

Die Fuchsjagd-Methode wird aus zweierlei Gründen verwendet. Erstens geht es darum, die Person auf dem Podium (ähnlich wie bei der Zerhacker-Methode bei Talk-Shows, siehe H-2) immer mehr aus der Fassung und in Wut zu bringen. Wenn dies gelingt, kann man ziemlich sicher sein, dass ein ungeschickt formulierter und missverständlicher Satz oder Halbsatz fällt, den die Journalisten dann tagelang als Beweis für ihre Rahmung des Präsidenten oder einer Aktion der Regierung verwenden können. Die Pressekonferenz kann eine Stunde oder mehr dauern. Was jedoch in der medialen Resonanz davon verwendet wird, ist oft allein dieser kleine Halbsatz, den man mit der Methode MM G-3 in einen anderen Rahmen stellen und für hemmungslose Empörung nutzen kann. Im Rahmen dieses wechselseitigen Hassgeschreis gehen viele der sonst üblichen Maßstäbe verloren.

Zweitens ist das Gebrüll der Journalisten auch ein Wettbewerb untereinander: Man will den Kollegen und seinen Vorgesetzten zeigen, wie engagiert man in der kompromisslosen Suche nach der Wahrheit ist und dass man keine Angst vor Autoritäten hat. Da es sich meist um die gleichen – jedoch mit anderen Worten wiederholten – Fragen zu einem bestimmten Aufregerthema handelt, geht es also vor allem darum, den anderen zu zeigen „Ich bin hier, ich bin engagiert, ich kämpfe für das Gute und die Wahrheit etc.“. Wenn die Pressekonferenz dann noch im Fernsehen übertragen oder aufgezeichnet wird, können die besonders laut brüllenden Journalisten damit rechnen, dass ihr Gesicht oft auf dem Bildschirm erscheint und sie so mit der Zeit eine gewisse Bekanntheit erreichen. Dies ist ein wichtiges Mittel, die eigene Karriere zu befördern und mit der Zeit ein höheres Salär einfordern zu können.

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Das Gesetz der Symbiose von Wunschdenken, Wahrnehmungsfilter und Selbstzensur

Cover eBook Religion der Überkompensationen

 

Nachfolgend sind Ausschnitte des zweiten Vortrages von Mayerhof zu finden. Das gesamte Buch ist gerade vorab erschienen. (komplettes eBook)

Transkripte der geheimen Vorträge von Prof. Dr. Jan Mayerhof vor einem geladenen Publikum von Individuen, die aufgrund ihrer herausragenden Leistungen, ihrer überlegenen Einsichten und ihres Charakters von Mayerhof ausgewählt wurden. Diese Texte wurden nach dem mysteriösen Tode von Mayerhof nach einer abenteuerlichen Suche an verschiedenen Stellen gefunden und aufgrund eines Leaks einigen der früheren Gegner von Mayerhof zugänglich gemacht.

Diese haben sie an den „Spin Doctor“ Lothar Müller zur Kommentierung übergeben, weil sie deren Publikation im Internet und in einigen Medien befürchten und deshalb eine Strategie der Gegenpropaganda vorbereiten. Den Hergang dieser Ereignisse beschreibt der BROMAN „Voxe Popse“

Müller hat sowohl die Hervorhebungen im Text als auch die kommentierenden Einschübe gemacht, die im Text kursiv gedruckt sind. Diese bezeichnet er als „Handlungsempfehlungen“. Dabei bezieht er sich auf das von ihm verfasste geheime Dokument „Bewährte Methoden zur Bereinigung der Realitätswahrnehmung der Bevölkerung“. Es wird in Insiderkreisen als „Müller’s Manual“ oder kürzer als MM bezeichnet.

Da der Text in die Sektionen A-K unterteilt ist, die ihrerseits wieder verschiedene Methoden enthalten, verweisen seine Anmerkungen oft auf eine dieser spezifischen Methoden, die ihm geeignet erschienen, Mayerhof’s Gedanken durch Gegenpropaganda zu entkräften bzw. ihn zu denunzieren, indem einfach nur die Abkürzungen für den jeweiligen Abschnitt verwendet werden, z.B. MM B-3.

Bedeutung der neuen, von Jan Mayerhof eingeführten Begriffe:

REAP: Realitätsnaher Pragmatismus (ersetzt  „Mitte“, „liberal“, „konservativ“, „Mitte-rechts“, „Volkspartei“ u.ä.)

WUVU: Wunschdenken, Visionen und Utopien (ersetzt „links“, „progressiv“, „sozialistisch“, „grün“, „alternativ“, „Avantgarde“ u.ä.)

Bedeutung des von Mayerhof aus dem unveröffentlichten 16-bändigen Werk NEMACOS (Network of Maturing Coherent Systems) mit Genehmigung der Sachwalter entnommenen Begriffs (Teile dieses Werkes wurden ihm und anderen herausragenden Intellektuellen zur vertraulichen Ansicht und Kommentierung zur Verfügung gestellt.)

RELOCOMP: Religion of Overcompensations (ersetzt den Terminus „politisch korrekt“)

 

 

Inhalt des gesamten Buches, aus dem hier Ausschnitte vorgestellt werden:

  1. Glücklich ist, wer sich solche Sorgen machen darf!. 7
  2. Wer wichtige Erkenntnisse über Wirtschaft, Politik und Religionen ignoriert, der könnte ebenso die Uhr anhalten, um Problemen der Zukunft zu entkommen!. 8
  3. Die Psychologie des Pendels und des wahren Gesichts hinter der Maske. 13
  4. Der Schatten böser Taten der Vergangenheit: Beispiele für „politisch korrekte“ Überkompensationen in Deutschland. 14

4.1. Das widersinnig vereinnahmende „wir“. 15

4.2. „Wir“ überkompensieren früheren Rassismus und intoleranten Chauvinismus: Parallelwelten in muslimischen Ghettos und europäische Einwanderer in die Sozialsysteme. 16

4.3. „Wir“ überkompensieren „unsere“ Schuld an faschistischen Verbrechen und die Dankbarkeit für die Aufnahme jüdischer Flüchtlinge im Ausland während dieser Zeit: Die Einladung an 1-2 Milliarden Menschen, die nach deutschem Asylrecht dauerhafte Aufnahme finden müssten. 21

4.4. „Wir“ überkompensieren die frühere koloniale Ausbeutung in Afrika und das Herabblicken auf deren Menschen und Kulturen: Illusionen und Fehlentwicklungen bei der Entwicklungshilfe und den afrikanischen Migrantenströmen. 27

4.5. Deutschland trage der anderen Schuldenlast: „Unsere“ Überkompensation erscheint als Neuauflage der Kriegsreparationen, ist aber keinesfalls alternativlos. 32

4.6. „Wir“ überkompensieren die frühere Rolle der Frau als Heimchen am Herd durch den Ruf nach der Gleichartigkeit – nicht der Gleichberechtigung – der Geschlechter. 34

4.7. „Wir“ überkompensieren den angeblichen Missbrauch von Frauen als Sexobjekt des Mannes: Tatsächlich befinden wir uns jedoch bereits in einer „Masturbationsgesellschaft“. 37

4.8. „Wir“ überkompensieren die „politisch inkorrekte“ Schande der finanziellen Ungleichheit: Die Lügen von der Armut machen viele reich. 41

4.9. „Wir“ ignorieren die dauerhafte Funktionslosigkeit der „Dummen und Faulen“ in der modernen Informationsgesellschaft. 43

4.10. „Wir“ überkompensieren natürliche Klimaschwankungen durch Alarmismus und verschweigen leicht vermeidbare Quellen von „Treibhausgasen“. 46

4.11. „Wir“ überkompensieren die Angst vor einem Reaktorunfall 49

4.12. „Wir“ überkompensieren „unsere“ Unwissenheit: Die Angst vor der grünen Gentechnik. 50

 

 

Prof. Dr. Jan Mayerhof

Der Bundesfinanzminister Prof. Dr. Jan Mayerhof wurde vor kurzem nackt auf dem Boden vor einem Spiegel sitzend aufgefunden. Er war tot. Sein Hals steckte in einer Schlinge. Auf einem Oberschenkel fanden sich Spermaspuren. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen von einem Masturbationsunfall aus. Gerichtsmediziner kennen diese seltene Technik der Luststeigerung durch vorsichtige Drosselung der Sauerstoffzufuhr zum Gehirn, weil die Akteure dabei gelegentlich in Ohnmacht fallen und sich selbst unabsichtlich strangulieren.

Die Bundesregierung hat diese Befunde nicht erwähnt, sondern spricht von einem plötzlichen und tragischen Tod, ohne nähere Erklärungen anzufügen. Mayerhof war zum Zeitpunkt seines Todes 48 Jahre alt. Er war nicht nur durchtrainiert und eine klassische, skandinavisch blonde Schönheit, sondern strahlte auch jenen charismatischen Charme aus, der nicht nur Frauen, sondern auch viele Männer anzieht. Mayerhof wurde vom größten Teil der Bevölkerung als die politische Lichtgestalt gesehen, auf die man Jahrzehnte gewartet hatte. Übereinstimmend zeigten viele Umfragen, dass er bei einer Direktwahl zum Bundeskanzler 85-88 % der Stimmen erhalten hätte.

Dieser Mann war in seiner Zeit als Professor bei den US-Eliteuniversitäten Harvard und Standford zu einem der besten Volkswirtschaftler weltweit gereift, bevor er drei Jahre lang eine führende Position in der Weltbank innehatte. Danach wurde der parteilose Mayerhof deutscher Finanzminister, weil die führenden Köpfe der Wirtschaft einen Zusammenbruch des Landes aufgrund platzender Kreditblasen, abnehmender Wettbewerbsfähigkeit und riesiger Sozialkosten durch nicht integrierbare Flüchtlingsmassen vorhersahen. Sie haben die Koalitionsparteien durch Methoden, die nur ihnen zur Verfügung stehen, gezwungen, Mayerhof zu berufen und mit weitreichenden Vollmachten auszustatten.

Mayerhof hatte sein Amt rund 2 Jahre lang inne und befand sich in der Endphase der Vorbereitung drastischer Reformen. Zu diesen gehörten die Einführung eines Nord-Euro bzw. die Entlassung von Griechenland, Portugal, Spanien und Italien aus dem Euro und die Rückkehr zu früheren, abwertbaren Währungen. Weiterhin hatte er Pläne zu einer Verkleinerung des Personals der EU-Zentralen auf rund 20% und eine entsprechende Reduktion der EU-Regularien erarbeitet. Dazu gehörte auch die massive Senkung des Einkommens führender Angestellter und von Abgeordneten.

Zudem hatte er drastische Verfahren zur Einschränkung des internationalen Finanzpokers und zur strafrechtlichen Verantwortung von Bankmanagern für Aktionen, bei denen der Staat rettend einspringen muss, vorbereitet. Dazu kam die Einführung der Beweislastumkehr bei Geldwäsche und Mafiaverdacht. Auf diese Weise muss nicht die Staatsanwaltschaft, sondern der Verdächtigte die Legalität seiner Besitztümer beweisen. In Italien und anderen Ländern ist dies schon lange bewährte Praxis. Diese Gesetzesänderung sollte mit einer großangelegten Beschlagnahmeaktion von Zehntausenden Konten und Tausenden Autos und Immobilien einhergehen.

Weiterhin hatte Mayerhof ein Verfahren entwickelt, wie rund 1,4 Millionen nicht integrierbare – vorwiegend arabische – Migranten schnell wieder in ihre Heimatländer oder ein muslimisches Land zurückgeführt werden können. Im Wesentlichen bestand dieses Programm in der graduellen Streichung aller Sozialleistungen der rund 99,5 % der Einwanderer, die keinen bestätigten Asylstatus haben. Dies sollte mit einer Starthilfe von rund 20.000 Euro pro Erwachsenem und der Übernahme der Rückreisekosten kombiniert werden. Er hatte zudem vor, die Einwanderungsreglungen nach Deutschland denen von Neuseeland anzugleichen und massive staatliche Lohnzuschüsse für hochintelligente – insbesondere asiatische –  Studienabsolventen in technischen Fächern zu gewähren, um den eklatanten Mangel von Hochbegabten in diesen Disziplinen in Deutschland zu reduzieren.

Für diese und viele andere Maßnahmen – u.a. die Abschaffung des Beamtenstatus, eine neue Regierungsform (SCIENAD) und eine neue Form von Firmen für die Pflichtarbeit von Langzeitarbeitslosen (PINCOM) – brauchte Mayerhof eine grundlegende Änderung der alten, unter Aufsicht der Alliierten in 3 Wochen zusammengeschriebenen Verfassung. Dies war in der in der bestehenden Koalition natürlich nicht möglich. Deshalb plante er die Schaffung einer neuen Partei von handverlesenen Mitgliedern, die charakterlich und intellektuell zu den absoluten Spitzen der Gesellschaft gehören. Auf dieser Basis erhoffte er sich – ähnlich wie in Frankreich jüngst geschehen – einen schnellen Sieg, der ihm eine absolute Mehrheit und die Kanzlerschaft einbringen würde.

Auf diesem Hintergrund ist verständlich, dass die große Mehrheit der Bevölkerung von einem gut getarnten Mord an Mayerhof ausgeht. Seine 25jährige Freundin – ein blondes Model, welches nebenbei Kunstgeschichte studiert und den Grünen nahesteht – spielt in dieser Gruppe eine wichtige Rolle. Die dramatische Geschichte der Suche nach den wirklichen Todesursachen von Mayerhof sowie nach den versteckten USB-Sticks, auf denen die Transkripte seiner Geheimreden vor den Gründungsmitgliedern seiner neuen Partei gespeichert waren, wird im den BROMAN „Voxe Popse“ beschrieben.

 

4.1. Das widersinnig vereinnahmende „wir“

Die ständige Verwendung des Personalpronomens „wir“ ist in den meisten hier besprochenen Zusammenhängen absurd oder lächerlich. Warum? Weil der Sprecher oder Schreiber damit die Schuld, die Versäumnisse oder Fehler von längst vergangenen Generationen oder von Menschen, auf die er nicht den geringsten Einfluss hat, auf sich selbst überträgt. So wird der zunächst nobel anmutende Eindruck erweckt, man wolle nicht mit Fingern auf andere zeigen, während man sich selbst auf der Seite der Guten und Gerechten wähne. Allerdings sind es genau diese Selbstgerechtigkeit, diese Arroganz der bessermenschlichen Bescheidenheit – sowie das damit einhergehende Rollenspiel – welche bei fast allen RELOCOMP-Propagandisten die wahren Quellen ihres Eifers ausmachen.

Durch diesen Formulierungstrick sind „wir“ verantwortlich für (alle) Fehler und Verbrechen aus Vergangenheit und Gegenwart. „Wir“ sollen (oder wollen) deshalb durch kollektive Scham und überkompensatorische Wiedergutmachung wenigstens einen Teil „unserer“ Schuld abtragen. Dieses Verhalten ist „politisch korrekt“. Auch in den USA wird dieser Terminus mit großer Inbrunst benutzt. Hier speist sich die Motivation für RELOCOMP aus der fast vollständigen Ausrottung der Ureinwohner und der Versklavung von Millionen Afrikanern als Grundlage der Staatsbildung. Allerdings sind die Reste der Rassentrennung immer noch sehr präsent, wie sich u.a. in den Ghettos der Schwarzafrikaner und der rassischen Trennung der Kirchengemeinden deutlich zeigt. Umso stärker muss der öffentlich zelebrierte Hass auf wirkliche oder angebliche Rassisten vorgetragen werden. Das ist ein typisches Beispiel für die Inbrunst, mit der die Sicht auf die Realitäten durch RELOCOMP vernebelt werden soll.

Um etwas zu bewirken, ist es jedoch entscheidend, die Verantwortlichen für ein Problem und für die möglichen Lösungen zu identifizieren und öffentlich zu benennen. Wenn man nicht direkt, persönlich und spezifisch mit dem Finger auf diese Personen, Institutionen, Firmen oder Organisationen weist, dann werden sie sich weiter hinter einem kollektiven Versagen verstecken können. Ein Staatsanwalt käme nie auf die Idee, bei der Anklage eines Gesetzesbrechers jeden Satz mit „wir“ zu beginnen. Zum Beispiel so: „Als wir den zehnten Wodka getrunken hatten und der Rüdiger immer enger mit der Monika tanzte, da war unsere Ehre so schwer verletzt, dass wir unser Messer aus der Jacke holten und es – ohne jede Tötungsabsicht – dem Mistkerl direkt ins Herz stießen.“

 

Handlungsempfehlungen (Lothar Müller): Man muss wohl zugeben, dass JM mit dieser Bemerkung nicht ganz Unrecht hat. Es wäre anzuraten, von der schon reflexhaften Benutzung des vereinnahmenden „wir“ immer dann Abstand zu nehmen, wenn sich konkrete Verantwortlichkeiten benennen lassen, ohne dass man jedoch Schuldzuweisungen erzeugt, die neue unnötige Konflikte schaffen.

 

4.2. „Wir“ überkompensieren früheren Rassismus und intoleranten Chauvinismus: Parallelwelten in muslimischen Ghettos und europäische Einwanderer in die Sozialsysteme

Der freiwillige, notgedrungene oder erzwungene Sozialparasitismus von vielen Einwanderern in Deutschland bzw. deren Nachkommen in der zweiten und dritten Generation ist weder böse oder minderwertig. Es ist einfach die Ausnutzung der Möglichkeit, sich in einem anheimelnden Ghetto einen risiko- und anstrengungslosen Wohlstand zu sichern, der in den Herkunftsländern nicht möglich wäre. Wer wollte den Menschen, die diese Chance nutzen, daraus einen Vorwurf machen? Wie würden wir uns selbst in der gleichen Situation verhalten? Man könnte natürlich einwenden, dass dieses Phänomen kaum bei Migranten aus asiatischen Ländern oder aus Russland auftritt, aber das ist ein anderes Thema.

Allerdings ist der Sozialparasitismus noch die harmloseste (und am wenigsten Kosten verursachende) Form der Ausbeutung von günstigen Gelegenheiten, auf Kosten der Gesellschaft zu leben. Der Kapitalparasitismus (Steuerflucht, Spekulationsblasen, Derivatehandel, exzessive Staatsverschuldung u.ä.) ist ungleich gefährlicher und viel, viel kostspieliger. Gleiches gilt für den Machtparasitismus (Kriege, Bürgerkriege, Wirtschaftskriege, korrupte Diktatorenclans und parasitäre Regierungen in Entwicklungsländern u.ä.) und den kriminellen Parasitismus mafiöser Organisationen, besonders im internationalen Drogenhandel. Das Letztere einen großen Teil ihres Geldes aufgrund der einladenden gesetzlichen Regelungen und der fehlenden Beweislastumkehr in Deutschland waschen können, sei nur am Rande erwähnt. Dies wird jedoch mit einer Beharrlichkeit verschwiegen, die lächerlich wirken müsste, wenn sie einem nicht Angst machen würde.

Weil es in der Tradition ihrer Heimat liegt und zudem durch Kindergeld honoriert wird, ist die Nachkommenschaft vieler Migranten zahlreich. Vorwiegend haben sie einen muslimischen Hintergrund und bilden isolierte Parallelgesellschaften in Ghettos. Damit gelten in Deutschland genau die entgegengesetzten Bedingungen wie in anderen westlichen Industriestaaten (z. B. Australien und Neuseeland), welche auf den gleichen Werten und demokratischen Grundprinzipien basieren. Dort müssen legale Einwanderer zahlreiche und durchaus vernünftige Voraussetzungen erfüllen. Diese sollen freiwilligen oder notgedrungenen Parasitismus ausschließen. Diese Anforderungen bestehen zum Beispiel in guter Bildung, einem im Gastland nachgefragten Beruf, in Sprachkenntnissen und einem Grundkapital, welches wenigstens den Lebensunterhalt in der ersten Zeit ihres Aufenthaltes garantiert.

Unter diesen Bedingungen wären vermutlich 95 bis 98 % der Migranten, die vor der Flüchtlingswelle nach Deutschland kamen, von einer Einwanderung ausgeschlossen. Es ist sinnvoll und möglich, diesem Beispiel zu folgen, jedoch hat in Deutschland niemand den Mut dazu. Die „politische korrekte“ Überkompensation der Erinnerung an die Verbrechen im Namen der der nationalsozialistischen Rassentheorie fälscht jeden in einen „Rassisten“ um, der sich diesem Thema nähert. Wie sich am Beispiel der genannten Länder zeigt, würden auch die Einwanderer von solchen Regelungen profitieren, weil sie sich durch die Integration in die Arbeitswelt relativ problemlos in die Gesellschaft und Kultur des Gastlandes einfügen könnten. Der Staat würde ebenfalls gewinnen: Er müsste nicht einen großen Teil der neuen Bürger – und ihre vielfach ungebildeten Nachkommen der zweiten und dritten Generation – lebenslang alimentieren, sondern gewänne fähige und motivierte Menschen, die das Land nicht nur wirtschaftlich, sondern auch kulturell bereichern könnten.

 

Die WUVU-Propagandisten und RELOCOMP-Gläubigen halten in Deutschland wie auch im Ausland die Furcht wach, die wirtschaftliche Großmacht Deutschland könne bald wieder in einen faschistoiden Machtwahn verfallen. Weil es als fremdenfeindlich angesehen würde, ignoriert man, dass ein wesentlicher Teil der Kriminalität, insbesondere der Gewaltkriminalität von jungen Männern mit Migrationshintergrund verübt wird. Um diese Tatsache zu verheimlichen, wurde sogar vor längerer Zeit verboten, die wichtigen Statistiken auf diesem Gebiet so zu gestalten, dass man die ethnische Zugehörigkeit der Kriminellen erkennen kann. Auch die Richtlinien des Presserates sprechen sich gegen wahrheitsgemäße Berichterstattung bei Straftaten aus: Sie empfehlen, den ethnischen Hintergrund der Täter in der Regel zu verschweigen, um  bestehende Vorurteile nicht zu schüren.

In Berlin werden z. B. rund ein Drittel aller Rohheitsdelikte durch Ausländer begangen. Nimmt man die jugendlichen Deutschen mit Migrationshintergrund hinzu, sind es mehr als 70 %. Die wenigen mutigen und kenntnisreichen Insider, die sich dennoch in Büchern und Vorträgen zu diesem Thema äußern, spüren nur allzu oft das Mobbing der Kollegen oder die Verteufelung durch die Medien. Was nicht sein darf, kann auch nicht sein! Das ist eine der Grundlagen von RELOCOMP.

Man verdrängt zudem die Macht der kriminellen Organisationen und Großfamilien. Natürlich trägt auch die verheimlichte Angst der Polizisten, Ermittler, Sozialarbeiter und Richter vor diesen Leuten zur Verharmlosung des Problems bei. Sie sind schon zu oft von schnell zusammentelefonierten Gruppen junger Männer mit arabischen oder türkischen Wurzeln umzingelt und an der Festnahme eines Verdächtigen gehindert worden. Ihnen schlug schon zu oft das höhnische Gejohle „du Opfer“ der gleichen Gruppen vor und im Gerichtssaal entgegen. Ihnen wurde immer wieder zugerufen, man wisse „wo ihr Haus wohnt“ und wo man ihre Mütter oder Töchter ficken könne.

Wie demütigend ist das und wie verständlich wird der Reflex, all dies zu ignorieren, zu verschweigen oder sogar vehement abzustreiten. In ähnlichen Ghettos in Schweden, Belgien und Frankreich ist die Situation zum Teil noch schlimmer. Auch hier ist die Verdrängung des Problems ein Teil der politisch korrekten Politik und Berichterstattung.

Gegen all diese Tatsachen helfen auch nicht die immer wieder in den Medien präsentierten Vorzeige-Muslime, die es natürlich und glücklicherweise in großer Zahl gibt. Ihre Ausbildung, ihr beruflicher Erfolg und ihre Integration in die deutsche Gesellschaft sind erfreulich. Gelegentlich wird sogar mal ein hübsches muslimisches Mädchen auf die politische Bühne geschoben. Allerdings ist es eine der typischen WUVU-Illusionen, durch Totschweigen, „politisch korrekte Sprachakrobatik“, Verfälschung oder Verheimlichung statistischer Daten und andere Methoden die Realität im Sinne von durchaus sympathischen Absichten umdeuten zu müssen.

Aber weder Politiker noch Journalisten wollen gerne hören, dass z. B. in Berliner Haftanstalten ein Drittel der Häftlinge wegen lächerlicher Bagatellen einsitzt, während sich die wirklichen Kriminellen mit Migrationshintergrund mithilfe teurer Anwälte bei gutgläubigen bzw. ängstlichen Richtern immer wieder herauswinden oder – lange nach der Tat – grinsend mit einer Bewährungsstrafe nach Hause gehen. Innerhalb arabischer und türkischer Gruppen verlagert sich zudem die Gerichtsbarkeit immer mehr auf selbsternannte „Friedensrichter“. Sie vermitteln nicht nur Ausgleich und Kompensation zwischen verfeindeten Familien oder Clans, sondern sorgen oft auch heimlich dafür, dass Zeugen und Opfer so bedroht werden, dass ihnen vor Gericht jegliche Erinnerung an die Taten ihrer Peiniger abhanden gekommen ist.

In vielen Migrantenghettos werden das deutsche Rechtssystem und die Staatsmacht als unwichtig und harmlos angesehen. Staatsanwaltschaft, Richter und Polizei stehen dieser Situation machtlos und beschämt gegenüber. Diese Scham – wie auch der Korpsgeist, denn man will ja kein Nestbeschmutzer sein – sind es, die nur wenigen von ihnen erlauben, offen darüber zu sprechen. Oft gibt es stattdessen viel Verständnis für die „sozialen Brennpunkte“, aus denen die Täter kommen und für die „Bildungsferne“ des Elternhauses. Die Opfer müssen jedoch selber sehen, wie sie mit den erlittenen körperlichen und emotionalen Verletzungen umgehen. Meist treffen sie ihre Angreifer schon einen Tag nach deren Verhaftung fröhlich pfeifend auf der Straße wieder. Der „politisch korrekte Rechtsstaat“ macht’s möglich.

Die einzige Richterin, die dies nicht mehr mit ansehen wollte und ein Buch darüber schrieb, hat sich kurz danach das Leben genommen – oder wurde sie ermordet und danach aufgehängt? Es gibt zahlreiche und sorgfältig verheimlichte Indizien dafür. Haben ihre früheren Kollegen Angst, darüber zu reden? Oder war man insgeheim ganz froh, die Nestbeschmutzerin los zu sein? Haben vielleicht die Vorboten italienischer Mafiamorde an Richtern und Staatsanwälten auch schon in Deutschland Einzug gehalten? Ein Bürgermeister aus einem Migrantenbezirk bestätigte in einem dicken Buch die Analysen der Richterin in allen Punkten und verabschiedete sich bald danach in die wohlverdiente Pensionierung. Die gleichen Tatsachen hat der Präsident der Polizeigewerkschaft in einem sowohl aufrüttelnden als auch resigniert klingenden Buch mit kraftvollen Worten dokumentiert.

Ich bin der Meinung, dass es vielen Angehörigen der Volksgruppen, die früher als Zigeuner bezeichnet wurden, nicht zu verdenken ist, dass sie der Ausgrenzung und Armut in ihren EU-Heimatländern unter Ausnutzung der Freizügigkeit entfliehen wollen. Allerdings werden sie in der Mehrheit auf dauerhafte Alimentierung durch den deutschen Staat angewiesen sein. Sprachbarrieren und Bildungsmangel verhindern fast immer, dass sie in Deutschland einen Arbeitsplatz finden. Allerdings gibt es einfache Wege, wie man zu einer Hartz-IV Versorgung für auskömmliches Wohnen, Krankenversicherung und Nahrung kommt: Das Ausfüllen und Einreichen einer Gewerbeanmeldung kann in Minuten ohne Voraussetzungen und Überprüfungen erfolgen. Dann muss man ein Jahr warten, wobei nicht kontrolliert werden kann, ob man dieses Gewerbe (in der Regel Fliesenleger oder Maler) auch ausgeübt hat. Danach besteht Anspruch auf volle Hartz-IV Leistungen. Dass es das Kindergeld etc. schon vorher gibt, versteht sich von selbst. Würden hier die Regelsätze des Heimatlandes gezahlt, verschwände die Motivation für eine Auswanderung sofort.

 

In der Zwischenzeit muss man sich noch ein Zubrot verdienen. So erklärt sich vielleicht, warum z. B. in Berlin rund 70 % aller aufgeklärten Taschendiebstähle auf diese Bevölkerungsgruppe zurückgehen. Da sich aber nur wenige Fälle aufklären lassen und die gut trainierten Bandenmitglieder selten gefasst werden, dürfte der Anteil vermutlich eher bei 95-98% liegen. Ähnlich verhält es sich bei den professionell ausgeführten Wohnungseinbrüchen durch reisende Banden südosteuropäischer Herkunft.

Die obigen Tatsachen werden gelegentlich auch in „politisch korrekten“ Medienberichten angedeutet, allerdings dann schnell wieder mit gut arrangierten Statistiken neutralisiert. Man setzt z.B. diese Zahlen einfach ins Verhältnis zur gesamten deutschen Bevölkerung und schon ist die Kriminalitätsrate nicht wesentlich höher als der Durchschnitt. Dass dies nur eine der vielen Methoden der „passiven Lüge“ der WUVU-Journalisten und -Politiker ist, wird kaum jemand in diesem Raum verwundern. Ich werde diese Form der Lüge in meinem folgenden Vortrag etwas näher beschreiben.

Zudem wird argumentiert: Die Gewerbeanmeldungen zeigen ja, dass die Migranten arbeiten wollen. Man kann sie also keinesfalls dahingehend diffamieren, dass sie nur ein sorgenfreies Leben auf Kosten des deutschen Staates suchen würden. Dass eine fiktive Gewerbeanmeldung allerdings primär als Eintrittskarte in das deutsche Sozialsystem genutzt wird, kann man dabei natürlich unerwähnt lassen!

Praktikable Lösungsmöglichkeiten für diese Probleme werde ich im Detail in den Vorträgen zum Thema „Das Gesetz der Sprengkraft perspektivloser junger Männer“ vorstellen. Kurz zusammengefasst enthalten sie folgende Elemente:

  • Selektion aller neuen Einwanderer nach den Kriterien von Neuseeland, Australien u.a. Demokratien;
  • Beweislastumkehr wie in Italien und nachfolgende Konfiszierung aller Konten und Besitztümer von Verdächtigen bis zum Beweis des rechtmäßigen Erwerbs;
  • Arbeit in PINCOMs (Public Interest Companies) als Regel-Voraussetzung jeglicher Sozialleistungen und als Integrationsvehikel;
  • keine Bewährungsstrafen bei Gewaltdelikten und Generalamnestie für gewaltfreie Trivialdelikte;
  • Kopplung der Länge der Verbüßung von Haftstrafen an den Abschluss einer Berufsausbildung;
  • Kopplung der anschließenden Bewährungszeit an das Verbleiben in einem Arbeitsverhältnis;
  • Auflösung von Ghettos durch Maximalquoten für einzelne Bevölkerungsgruppen;
  • sofortiger Entzug der deutschen Doppelstaatsbürgerschaft nach Straftaten und Abschiebung in Heimatländer oder Drittstaaten;
  • Anwerbung Tausender gut entlohnter nebenberuflicher Mitarbeiter aus allen problembehafteten Ethnien und Sprachgruppen, die in Zusammenarbeit mit den neuen Geheimdiensten die Ghettos, Moscheen und Mafiaorganisationen durchsichtig machen;
  • Aufhebung der Absurditäten des nationalen und internationalen „Datenschutzes“;
  • a. Maßnahmen, die bereits in anderen Ländern erfolgreich angewendet werden.

 

Handlungsempfehlungen (Lothar Müller): An diesen Bemerkungen Mayerhofs zeigt sich, wie notwendig die aggressive Propagierung einer politisch korrekten Sicht auf die Gesellschaft der Bundesrepublik (siehe MM A-1), insbesondere hinsichtlich der Integration von Einwanderern aus dem arabischen, afrikanischen und südosteuropäischen Raum ist. Wie in MM A-2 beschrieben, besteht sonst die Gefahr, dass die allgemeine Stimmung schnell und dramatisch umkippt. Wir haben schon genug Anzeichen hierfür gesehen. Deshalb besteht wirklich eine große Gefahr, dass die Veröffentlichung solcher Aussagen von JM im Internet und bestimmten Medien großen Beifall von der falschen Seite erhalten wird.

Gerade deshalb ist es aus den in MM A-2 genannten Gründen umso wichtiger, der erneuten Bewusstmachung der von JM  und anderen genannten Fakten durch kompromisslose und aggressive Nutzung der Methoden zur Bereinigung der Realitätswahrnehmung durch die Bevölkerung entgegenzutreten. Bezüglich der nicht widerlegbaren Tatsachen eignen sich die Methoden zur Blockade oder Marginalisierung der Wahrnehmung unerwünschter Fakten, wie sie in MM C-4 beschrieben sind.

Bei den von JM angesprochenen Problemen ist es – wie in Sektion MM K umrissen wurde – besonders wichtig, im Internet gemeinsam mit den Betreibern von sozialen Netzwerken und Webseiten eine möglichst schnelle Beseitigung bzw. Blockade derjenigen Beiträge durchzusetzen, die sich kritisch mit Deutschen mit Migrationshintergrund und mit Migranten, Ghettos und der Ausländerkriminalität auseinandersetzen. Hier kann man eine erweiterte Definition des Begriffs „Volksverhetzung“ verwenden, womit man sich bei diesen Aktionen auf eine bestehende gesetzliche Grundlage berufen kann. Zusätzlich sind bei der Begründung solcher Blockaden immer die entsprechenden Begriffskeulen bzw. -farbbeutel als Mittel der Rahmung und Einfärbung der inkriminierten Artikel oder Postings zu verwenden, z.B. rechtspopulistisch, fremdenfeindlich, Neo-Nazis, Anstiftung zu Hasskriminalität etc. (siehe auf MM G-2).

Im folgenden Schritt kann dann eine Rahmenerweiterung (siehe MM D-3) erfolgen, indem man davon spricht, JM habe „die“ Araber, Muslime, Zigeuner in seinen Bemerkungen als parasitär und gefährlich qualifiziert. Normalerweise liest kaum jemand die Texte genau nach. Diejenigen, die es jedoch tun, sollten in den Medien natürlich keine Resonanz finden, wofür leicht gesorgt werden kann (siehe MM C-2).

Von hier aus kann eine sukzessive Rahmenverschiebung (siehe MM D-4) in der Betrachtung von JM erfolgen. Diese sollte mit seiner Beschreibung als kaltherziger Technokrat beginnen und schließlich (siehe G-2) mit seiner Beschreibung als Rassist fortgesetzt werden. Dabei ist natürlich die moderne Rassismus-Definition zugrunde zu legen, die alle verallgemeinernden Aussagen über eine Gruppe von Menschen meint.

Zur Zusammenfassung der konkreten Vorschläge von JM werde ich hier nicht Stellung nehmen. Dies ist der Kommentierung der Vortragstranskripte vorbehalten, die sich detaillierter damit auseinandersetzen.

 

4.3. „Wir“ überkompensieren „unsere“ Schuld an faschistischen Verbrechen und die Dankbarkeit für die Aufnahme jüdischer Flüchtlinge im Ausland während dieser Zeit: Die Einladung an 1-2 Milliarden Menschen, die nach deutschem Asylrecht dauerhafte Aufnahme finden müssten

Auf den ersten Blick erschien die Geste nobel und mitfühlend: Tausenden von in Ungarn gestrandeten Flüchtlingen wurde innerhalb weniger Stunden die Einreise nach Deutschland erlaubt. Damit öffneten sich aber auch die Schleusentore und eine Völkerwanderung setzt sich in Bewegung. Es war eine dieser spontanen, unvorbereiteten, kaum durchdachten und zudem gesetzwidrigen Entscheidungen des warmherzig-naiven Gemütes der Matrone im Treibsand. Ich konnte sie wegen der Geschwindigkeit, mit der unabgestimmt vollendete Tatsachen geschaffen wurden, nicht mehr verhindern.

Es wäre sicherlich ein historisches Verdienst Deutschlands – angesichts der Verbrechen des Nazi-Regimes – wenn eine geregelte Aufnahme von temporären Flüchtlingen und ihre Unterstützung bei der Rückreise und dem Aufbau eines neuen Lebens nach Kriegsende gelingen könnte. Dies ist allerdings unwahrscheinlich.

Es erfolgte eine Einladung aller Menschen aus den arabischen Kriegsregionen zum unkontrollierten Einstrom nach Deutschland. Sie wurde mit der Aussicht auf lebenslange Vollalimentierung verbunden. Jeder weiß, dass von den Hundertausenden, die keinen Asylstatus erhalten, nur ein winziger Teil jemals abschoben werden kann und damit die Einwanderung in das deutsche Sozialsystem erfolgreich bestehen bleibt. Dies wird noch dadurch verstärkt, dass eine Anstellung im ersten Arbeitsmarkt von einer Bewilligung des Asylantrages abhängt. Ist das nicht ein wunderbares Beispiel für die tiefe Wahrheit des alten Satzes: „Gut gemeint ist das Gegenteil von gut“?

Wenn nicht die von den WUVU-Politikern Deutschlands und den EU-Funktionären übel beschimpften Regierungen der Balkanstaaten für uns mehrere „Berliner Mauern“ hintereinander aufgebaut und bewacht hätten, gäbe es jetzt nicht über eine Million muslimischer Flüchtlinge in Deutschland, sondern vermutlich 3-4 Millionen. Die südosteuropäischen Staaten haben sich selbst vor dem Durchmarsch der Flüchtlinge schützen wollen und damit auch Deutschland vor einer Überflutung gerettet.

Zudem hat die Matrone den türkischen „Sultan“ mit Milliarden bezahlen müssen, damit er den Strom der Flüchtlingsboote eindämmt. Sicherlich sind diese Zahlungen berechtigt, denn die Türkei muss schließlich einen großen Teil der gestrandeten Menschen unterbringen und versorgen. Zudem sind diese Kosten nur ein Bruchteil dessen, was Deutschland für die Flüchtlinge hätte aufbringen müssen, die nun nicht mehr kommen können. Allerdings entsteht dadurch natürlich auch ein wunderbares Erpressungsinstrument in den Händen des leicht beleidigten Alleinherrschers aus einfachen Verhältnissen.

Keiner der Flüchtlinge wäre auf die Idee gekommen, nach Ungarn, die Slowakei, Tschechien, Polen u.ä. Länder einzuwandern, selbst wenn diese Länder Flüchtlinge aufgenommen hätten, was sie bis heute kategorisch verweigern. Es gibt dort nämlich nicht jene dauerhafte Luxusalimentierung, die Deutschland und auch Schweden anbieten.

Eigentlich ist es fast überflüssig zu erwähnen, dass ein großer Teil der Flüchtlinge keine Papiere hat. Warum eigentlich? Kann man seine Ausweise auf der Flucht so einfach verlieren, obwohl doch das Smartphone immer griffbereit und funktionstüchtig ist? Dies ist eine Frage, auf die niemand die offensichtliche Antwort geben will: Wer keine gesicherte Identität und Staatsbürgerschaft hat, kann weder zurückgeschickt werden, noch für eventuelle Verbrechen belangt werden, die er in den kriegerischen Auseinandersetzungen seines Heimatlandes vielleicht begangen hat. So konnte der islamistische Massenmörder von Berlin fröhlich mit mehr als 10 Identitäten durch die Landschaft marschieren und sich Unterstützungsgelder aus mehreren Ämtern abholen. Wieder einmal zeigt sich: Die Praxis unseres Datenschutzes ist nicht nur eine sinnlose WUVU-Fiktion, sondern erschwert die Arbeit aller Behörden in unfassbarer Weise. Datenschutz in Deutschland und der EU ist zum Terroristenschutz verkommen.

Anfänglich waren viele Flüchtlinge sogar enttäuscht. Viele sahen auf ihren Handys Bilder und Texte, auf denen die Matrone jeder Flüchtlingsfamilie ein Einfamilienhaus und zehntausend Euro Startkapital versprach. Doch dann kam die Enttäuschung: Erst Sammelunterkunft, dann schließlich doch noch eine Wohnung, vorher schon Kindergeld, Gesundheitsversicherung und Geld für den Lebensunterhalt. In der Summe zwar viel mehr als das Einkommen zu Hause, aber wo sind Haus und Startkapital? Diese lockenden Nachrichten waren jedoch die verführerischen Lügen der Schlepperbanden, an die viele Flüchtlinge ihr letztes Geld zahlten.

 

Aus vielen Gründen ist es unwahrscheinlich, dass die Mehrheit der Flüchtlinge Deutschland jemals wieder verlassen wird. Diese bestehen einerseits in der vergleichsweise luxuriösen Alimentierung durch die deutschen Sozialsysteme und der geringen Gefahr, bei einem abgelehnten Asylantrag abgeschoben oder aus der Alimentierung entlassen zu werden. Hinzu kommt die Lage im Nahen Osten, die mit den schrecklichen Zerstörungen und furchtbaren Erinnerungen sowie der noch lange andauernden Instabilität kaum Anreize für eine Rückkehr bietet. Außerdem hat sich bereits jetzt gezeigt, dass die Integration in den deutschen Arbeitsmarkt nicht in größerem Umfang gelingen kann. Wenn überhaupt vorhanden, verhindert das überraschend schlechte Niveau der Ausbildung eine Berufstätigkeit. Die anfängliche Sprachbarriere und andere Faktoren kommen hinzu.

Ganz sicher wird die Entwicklung in Richtung eines massiven Familiennachzuges gehen, wie wir dies bereits bei den Migranten aus der Türkei und arabischen Ländern verständlicherweise gesehen haben. Dann wird die Zahl der muslimischen Migranten schnell von einer auf 3-5 Millionen anwachsen, so dass wir dann in Deutschland insgesamt 8-10 Millionen dieser Mitbürger haben. Anschließend erfolgt die Bildung neuer riesiger Ghettos und Parallelwelten mit all den bekannten Problemen, nur in einer völlig neuen Dimension.

Dies ist keine Spekulationen, sondern basiert auf millionenfach bewiesenen „experimentellen Daten“. Sehen sie sich die Ghettos in den USA an. Nicht nur die der Afroamerikaner, sondern besonders die der geflüchteten mittelamerikanischen Menschen mit ihren unvorstellbar mächtigen und brutalen Gangs und Mafia-Organisationen. Oder schauen sie in die Ghettos in Frankreich, Belgien oder Schweden. Jetzt sind die geflüchteten jungen Männer noch einigermaßen froh, gut alimentiert zu sein und langweilen sich meist nur. In ein paar Jahren wird die daraus die explosive Sprengkraft einer riesigen Menge perspektivloser junger Leute werden, über die ich in einem der folgenden Vorträge sprechen werde.

Viele haben sich im Irak, in Syrien und anderen Bürgerkriegsländern an den Alltag fanatischen, grausamen und massenhaften Mordens gewöhnt. Einige sehen dem eigenen Märtyrertod mit Sehnsucht entgegen. Der schnelle Fahrstuhl in den höchsten Himmel führt angeblich direkt ins Pornotopia zu den 72 Jungfrauen, die jedem dieser „Helden“ exklusiv zur Verfügung stehen. Dafür kann man sich doch auch in Deutschland in die Luft sprengen! Wenn es überhaupt einer Begründung bedarf, bietet sich ein Racheakt für die Leiden von Glaubensbrüdern im Nahen Osten oder die verdiente Bestrafung der „Ungläubigen“ natürlich immer an.

Selbstmordattentate sind in EU-Staaten schon in friedlicheren Zeiten geschehen und sie werden vermutlich in großem Umfang wieder geschehen, wenn nicht intelligente Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Ob dies allerdings überhaupt möglich ist, muss bezweifelt werden, da sie gegenwärtig häufig von scheinbar integrierten muslimischen Fanatikern ausgeübt werden. Dass umfassende Schutzmaßnahmen in Deutschland ohne eine lange Folge katastrophaler Anschläge überhaupt in Erwägung gezogen werden, kann vermutlich ebenfalls ausgeschlossen werden. Angesichts der kompletten – und zum Teil freiwilligen – Durchleuchtung der meisten Menschen durch soziale Netzwerke, Bankdaten, Steuerdaten etc. kann man den hysterischen Datenschützern nur erneut zurufen: Datenschutz ist Terroristenschutz und nichts anderes!

Eine weltweite zentrale Datenbank aller Verdächtigen und Sympathisanten ist dringend nötig. Dazu müssen potenzielle Gefährder mit einem weit gefassten Begriff definiert und vor ihrer Abschiebung durch ständig geheim überwacht werden. Dazu braucht es allerdings geschultes sprachkundiges Personal, moderne Abhörsysteme und ein dichtes Netz von Videoüberwachungen mit Gesichtserkennung. Dies sind Mindestanforderungen für einen moderaten Präventionserfolg.

Hierzu ist es auch nötig hunderte, vielleicht sogar tausende Flüchtlinge oder Arbeitslose aus den arabischen Ländern von den Sicherheitsdiensten anzuwerben und sie rund um die Uhr mit Überwachungsaufgaben in ihrem Milieu oder an den Abhöreinrichtungen zu beschäftigen. Angesichts der bisherigen Erfahrungen mit terroristischen Anschlägen scheinbar gut integrierter islamistischer Fanatiker ist ein relativ weit reichender Generalverdacht die einzige rationale Strategie bei der Terrorismusprävention.

Man darf in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt lassen, dass unsere Sicherheitskräfte lächerlich wirkungslos arbeiten. Dies liegt einerseits an den irrsinnigen Restriktionen beim Datenschutz und der Weigerung vieler EU-Staaten, einen umfassenden Datenaustausch zu erlauben. Andererseits waren und sind die Geheimdienste auch nicht auf die neuen Aufgaben vorbereitet. Die riesigen Wasserkopf-Behörden der Geheimdienste haben sich immer noch nicht von den überflüssigen Strukturen und Aufgaben des Kalten Krieges gelöst. Da der ja vorbei ist, wurde die Arbeit auch bequemer und die Parkinsonschen Gesetze konnten ihre volle Wirkung entfalten. Eines davon beschreibt anhand des britischen Kolonialministeriums, dass Behörden in dem Maße größer werden, wie ihre eigentlichen Aufgaben verschwinden. Dann beschäftigen sie sich einfach mit sich selbst.

Es ist also nötig, eine völlig neue Struktur und Personalausstattung der Sicherheitsdienste zu schaffen. Ich rate dazu, die bisherigen Einrichtungen völlig aufzulösen und ehemaligen Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, sich bei den neuen Institutionen zu bewerben. Der Rest muss sich neue Aufgaben suchen oder wird in den Ruhestand versetzt. Einer der neuen Geheimdienste müsste sich ausschließlich der Ausforschung und Bekämpfung islamistischer Fanatiker in Deutschland, Europa und weltweit widmen. Ein anderer sollte allein auf die mafiösen Organisationen und ihre Geldwäsche ausgerichtet sein. Dass hierfür das italienische Modell der Beweislastumkehr eingeführt werden muss – d.h. die Verdächtigungen müssen lückenlos gegenüber der Staatsanwaltschaft beweisen, dass ihre Reichtümer legal erworben wurden – versteht sich von selbst.

Ein dritter Geheimdienst müsste der Ausforschung und Anklagevorbereitung von nationalen und internationalen Pokerspielern der Finanzindustrie sowie der Klientelwirtschaft in verschuldeten EU-Staaten gewidmet sein, damit wir eine neue Katastrophe wie 2008 voraussehen und vielleicht sogar verhindern können. Bei diesen Aufgaben ist ganz offensichtlich, dass vermutlich nicht mehr als 10% der Mitarbeiter der bisherigen Geheimdienste den Einstellungsvoraussetzungen der neuen Organisationen entsprechen werden.

 

Es muss das Ziel sein, die 99,5 % der Menschen, die in den letzten Jahren keine Anerkennung als Asylant erfahren haben und die – im Gegensatz zu EU-Migranten – sofort die vollen sozialen Rundumabsicherungen erhalten, wieder in ihr Heimatland oder in Länder mit einem vertrauten sprachlichen, kulturellen und religiösen Umfeld zurückzuführen. Dies gilt natürlich nur dann, wenn sie sich nicht durch eigene, nachhaltig gesicherte Berufstätigkeit selbst versorgen und in die deutsche Gesellschaft und Kultur integrieren können. Hierzu bietet sich an, jedem Erwachsenen ein Starthilfe von etwa 20.000 Euro bei Ankunft und Verbleib im Zielland in Raten auszuzahlen. Dazu kommen die Übernahme aller Reisekosten und die Hilfestellung bei der Auswahl eines geeigneten neuen Wohn- und Arbeitsortes. Sollte dieses Angebot nicht angenommen werden, müssten die Sozialleistungen in einem gleitenden Übergang von einigen Wochen auf minimale Zahlungen reduziert und die Unterbringen in einem Transitlager veranlasst werden.

Es ist schon sehr erstaunlich, dass in der gegenwärtigen Flüchtlingsdebatte praktisch niemand erwähnt, dass die reichen arabisch-muslimischen „Bruderstaaten“ – die Ölmonarchien – zwar die arabischen Stellvertreterkriege finanzieren, aber nicht daran denken, deren Opfer aufzunehmen. In all diesen Ländern besteht der überwiegende Anteil der Bevölkerung ohnehin aus Ausländern aus muslimischen Ländern. In Saudi-Arabien stehen zudem luxuriöse und klimatisierte Zelte für eine Million Menschen das ganze Jahr leer herum, weil sie nur während der Pilgerfahrt gebraucht werden. Warum fordert hier keiner die Solidarität der Glaubensbrüder ein? Warum zieht man einen Zustrom von 2-3 Millionen Flüchtlingen von Europa und aus Jordanien und der Türkei in diese Richtung nicht einmal in Erwägung? Sie wären in diesen Ländern – genauso wie die bereits vorhandenen Gastarbeiter – vermutlich schnell integrierbare Arbeitskräfte, denen weder eine sprachliche noch eine kulturell-religiöse Barriere gegenüberstände.

Lobend ist hier allerdings Japan zu erwähnten. Dieses Land hat die Aufnahme von Flüchtlingen innerhalb eines Jahres um 145 Prozent gesteigert. So waren es 2014 11 Personen und 2015 schon 27. Auch China kann mit seinen 1,4 Milliarden Einwohnern mit der stolzen Zahl von rund 600 anerkannten Flüchtlingen protzen. Auf diesem Hintergrund wird auch verständlicher, waren sich einige EU-Staaten kategorisch weigern, die leichtfertig nach Deutschland gelockten oder mit schwimmenden Migrantentaxis in Kooperation mit kriminellen Schlepperbanden an die europäischen Küsten gebrachten Migranten aufzunehmen. Sie sagen mit einigem Recht: Ihr habt euch ein Problem geschaffen, nun könnt ihr nicht erwarten, dass wir uns an den Konsequenzen eurer gedankenlosen Verführung von Millionen Menschen beteiligen und euch einen Teil dieser Lasten dauerhaft abnehmen.

 

Handlungsempfehlungen (Lothar Müller): Im Sinne von MM D-1 müssen alle Bemerkungen ausgeblendet werden, in denen JM sein Verständnis für das Handeln der Migranten zeigt und behauptet, er würde sich in der gleichen Situation genauso verhalten. Dies kann durch die Verengung des Betrachtungsrahmens seiner Bemerkungen leicht geschehen. Zum Beispiel kann man entsprechend MM G-3 zunächst ein isoliertes Zitat verwenden. Hier eignet sich zum Beispiel: „Es ist einfach die Ausnutzung der Möglichkeit, sich in einem anheimelnden Ghetto einen risiko- und anstrengungslosen Wohlstand zu sichern, der in den Herkunftsländern nicht möglich wäre.“ Damit entsteht zunächst der Eindruck einer mitleidslosen und gegenüber Migranten verächtlichen Panikmache mit der Horrorvision einer Überfremdung durch islamische Sozialhilfeempfänger.

Allerdings sollte man über die folgenlose Weigerung der osteuropäischen Staaten, Flüchtlinge aus Deutschland oder Italien aufzunehmen – oder die österreichischen Obergrenzen – möglichst nicht sprechen. Gleiches gilt für Einwanderungspolitik Neuseelands und Australiens, die auf einer Auswahl derjenigen Menschen basiert, die das Land brauchen kann. Es muss also vermieden werden, daran zu erinnern, dass Derartiges sehr einfach in demokratischen Staaten möglich ist, die auf den vielbeschworenen westlichen Werten gegründet sind (siehe auch MM D-1).

Mit den Methoden einer schrittweisen Verschiebung des Betrachtungs- und Bewertungsrahmen (MM D-3) kann man denjenigen Vorschlägen von JM begegnen, die sich auf die komplette Zerschlagung der bisherigen Geheimdienste zugunsten des Aufbaus neuer, ganz anderer Sicherheitsdienste beziehen. Zunächst müssen im Sinne von MM G-2 die richtigen Begriffskeulen eingesetzt werden. So kann man davon sprechen, JM wolle die komplette Aufhebung jeder Art von Datenschutz und den totalen Überwachungsstaat etablieren.

Dann ist anzuraten, diese neuen Organisationen mit tausenden Spionen im arabischen und türkischen Milieu, aber auch in der Wirtschaft und den Banken, mit den inoffiziellen Mitarbeitern des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR zu vergleichen und eine Vielzahl von Ähnlichkeiten zu finden. Dem sollte man so oft als möglich hinzufügen, dass die vorgeschlagene Auflösung der bisherigen Geheimdienste unser Land den zahlreichen Staats- und Verfassungsfeinden (insbesondere natürlich Russland) schutzlos ausliefert. Um dies glaubwürdiger zu machen, muss man – ähnlich wie in den USA – Nachforschungen über Geheimkontakte von JM mit jeder Art von Russen anstellen und entsprechende Verdachtsmomente durch Leaks publik machen.

Zudem ist die Verfassungswidrigkeit seiner Vorschläge – auch unter Berücksichtigung des Beamtenrechts – herauszustellen. Schließlich sollte man einige Experten im Sinne der Methoden von MM B-2 suchen, welche in Interviews die Abwegigkeit der Vorschläge von JM bestätigen. Es versteht sich von selbst, dass diese Experten aus den Geheimdiensten selbst kommen müssen oder mit ihnen verbunden sind.

Zur Entwertung der Ansichten von JM zu den arabischen Flüchtlingen kann eine einfache und immer wirkungsvolle Methode verwendet werden. Da man ihn selbst nicht mehr fragen kann, fragt man einige seiner Unterstützer, wie viele dieser Menschen JM persönlich kennengelernt hat. Vermutlich sind es sehr wenige, vielleicht aber auch keine. Diese Frage muss von Sozialarbeitern gestellt werden, die täglichen Umgang mit Flüchtlingen haben oder hatten. In solchen Fällen entsteht beim Publikum immer der Eindruck, dass die persönlichen Erfahrungen viel wichtiger und richtiger sind, als die Meinungen, die aufgrund einer politischen Draufsicht aus großer Höhe geäußert werden. Dass dies zwei ganz unterschiedliche Themen sind, die nichts miteinander zu tun haben, geht dabei in der Regel völlig unter. Diese Fragen eignen sich besonders gut für hitzige Diskussionen in Talkshows unter Verwendung der Methoden, die in MM H-2 beschrieben sind.

Allen Kritiken von JM an der Flüchtlingspolitik muss man im Sinne von MM E-1 möglichst viele positive Informationen gegenüberstellen und in die Medien und ins Internet bringen (siehe auch MM Sektion C und K). Das Ziel besteht darin, die Theorie der deutschen Willkommenskultur sinnlich nachvollziehbar zu machen und als bereits existierende Realität darzustellen. Hier eignen sich beispielsweise Berichte über die Integration von Flüchtlingen in den ersten Arbeitsmarkt, aber auch in Sportclubs und Kirchengemeinden. Hinzukommen sollten Berichte über die Integrationshilfe, die von moderaten muslimischen Organisationen geleistet wird sowie möglichst viele Geschichten über die Integration von Flüchtlingskindern in Schulen mit Hilfe der Willkommensklassen.

Auf diese Weise lässt sich die Realitätswahrnehmung der Bevölkerung dahingehend bereinigen, dass wir es – trotz vieler Unkenrufe – geschafft haben und weiter auf dem Wege einer harmonischen Integration der Geflüchteten aus aller Welt und der bereits hier lebenden Menschen mit Migrationshintergrund voranschreiten werden. Ergänzend müssen Umfragen gemacht und breit publiziert werden, die mit den Methoden von MM F-2 hergestellt wurden. So kann man den Eindruck erwecken, die deutsche Bevölkerung sei mehrheitlich mit der Migrantenpolitik der Regierung zufrieden und freue sich über die kulturelle Bereicherung.

Ich rate davon ab, auf die anderen konkreten Vorschläge von JM einzugehen. Diese sind zwar einleuchtend und realistisch, würden allerdings die bisherige Politik von Deutschland und der EU als grundsätzlich falsch und gefährlich entlarven. Dies muss durch Verschweigen und Abwiegeln im Sinne von MM C-4 verhindert werden. Dies könnte das Vertrauen in die politische Führung Deutschlands und Europas nachhaltig erschüttern.

 

 

Gesetze des Tanzes der Marionetten vor der Fassade der Demokratie

 

Cover eBook Macht- und Ahnungslosigkeit der Marionetten

 

Nachfolgend sind Ausschnitte aus dem zweiten Vortrag des fiktiven Prof. Mayerhof zu finden. (gesamter Text als eBook)

Transkripte der geheimen Vorträge von Prof. Dr. Jan Mayerhof vor einem geladenen Publikum von Individuen, die aufgrund ihrer herausragenden Leistungen, ihrer überlegenen Einsichten und ihres Charakters von Mayerhof ausgewählt wurden. Er wollte mit ihnen die Gründung einer neuen Partei von Sachkennern vorbereiten, die drastische Reformen mit absoluter Parlamentsmehrheit und unter seiner Kanzlerschaft durchsetzen kann. Aufgrund seiner großen Popularität war dies eine sehr realistische Option.

Diese Texte wurden nach dem mysteriösen Tode von Mayerhof nach einer abenteuerlichen Suche an verschiedenen Stellen gefunden und aufgrund eines Leaks einigen der früheren Gegner von Mayerhof zugänglich gemacht.

Diese haben die Texte an den „Spin Doctor“ Lothar Müller zur Kommentierung übergeben, weil sie deren Publikation im Internet und einigen Medien befürchten und deshalb eine Strategie der Gegenpropaganda vorbereiten. Den Hergang dieser Ereignisse beschreibt der BROMAN „Voxe Popse“

Müller hat sowohl die Hervorhebungen im Text als auch die kommentierenden Einschübe gemacht, die im Text kursiv gedruckt sind. Diese bezeichnet er als „Handlungsempfehlungen“. Dabei bezieht er sich auf das von ihm verfasste geheime Dokument „Bewährte Methoden zur Bereinigung der Realitätswahrnehmung der Bevölkerung“. Es wird in Insiderkreisen als „Müller’s Manual“ oder kürzer als MM bezeichnet.

Da der Text in die Sektionen A-K unterteilt ist, die ihrerseits wieder verschiedene Methoden enthalten, verweisen seine Anmerkungen oft auf eine dieser spezifischen Methoden, die ihm geeignet erschienen, Mayerhof’s Gedanken durch Gegenpropaganda zu entkräften bzw. zu denunzieren, indem einfach nur die Abkürzungen für den jeweiligen Abschnitt verwendet werden, z.B. MM B-3.

Prof. Dr. Jan Mayerhof

Der Bundesfinanzminister Prof. Dr. Jan Mayerhof wurde vor kurzem nackt auf dem Boden vor einem Spiegel sitzend aufgefunden. Er war tot. Sein Hals steckte in einer Schlinge. Auf einem Oberschenkel fanden sich Spermaspuren. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen von einem Masturbationsunfall aus. Gerichtsmediziner kennen diese seltene Technik der Luststeigerung durch vorsichtige Drosselung der Sauerstoffzufuhr zum Gehirn, weil die Akteure dabei gelegentlich in Ohnmacht fallen und sich selbst unabsichtlich strangulieren.

Die Bundesregierung hat diese Befunde nicht erwähnt, sondern spricht von einem plötzlichen und tragischen Tod, ohne nähere Erklärungen anzufügen. Mayerhof war zum Zeitpunkt seines Todes 48 Jahre alt. Er war nicht nur durchtrainiert und eine klassische, skandinavisch blonde Schönheit, sondern strahlte auch jenen charismatischen Charme aus, der nicht nur Frauen, sondern auch viele Männer anzieht. Mayerhof wurde vom größten Teil der Bevölkerung als die politische Lichtgestalt gesehen, auf die man Jahrzehnte gewartet hatte. Übereinstimmend zeigten viele Umfragen, dass er bei einer Direktwahl zum Bundeskanzler 85-88 % der Stimmen erhalten hätte.

Dieser Mann war in seiner Zeit als Professor bei den US-Eliteuniversitäten Harvard und Standford zu einem der besten Volkswirtschaftler weltweit gereift, bevor er drei Jahre lang eine führende Position in der Weltbank innehatte. Danach wurde der parteilose Mayerhof deutscher Finanzminister, weil die führenden Köpfe der Wirtschaft einen Zusammenbruch des Landes aufgrund platzender Kreditblasen, abnehmender Wettbewerbsfähigkeit und riesiger Sozialkosten durch nicht integrierbare Flüchtlingsmassen vorhersahen. Sie haben die Koalitionsparteien durch Methoden, die nur ihnen zur Verfügung stehen, gezwungen, Mayerhof zu berufen und mit weitreichenden Vollmachten auszustatten.

Mayerhof hatte sein Amt rund 2 Jahre lang inne und befand sich in der Endphase der Vorbereitung drastischer Reformen. Zu diesen gehörten die Einführung eines Nord-Euro bzw. die Entlassung von Griechenland, Portugal, Spanien und Italien aus dem Euro und die Rückkehr zu früheren, abwertbaren Währungen. Weiterhin hatte er Pläne zu einer Verkleinerung des Personals der EU-Zentralen auf rund 20% und eine entsprechende Reduktion der EU-Regularien erarbeitet. Dazu gehörte auch die massive Senkung des Einkommens führender Angestellter und von Abgeordneten.

Zudem hatte er drastische Verfahren zur Einschränkung des internationalen Finanzpokers und zur strafrechtlichen Verantwortung von Bankmanagern für Aktionen, bei denen der Staat rettend einspringen muss, vorbereitet. Dazu kam die Einführung der Beweislastumkehr bei Geldwäsche und Mafiaverdacht. Auf diese Weise muss nicht die Staatsanwaltschaft, sondern der Verdächtigte die Legalität seiner Besitztümer beweisen. In Italien und anderen Ländern ist dies schon lange bewährte Praxis. Diese Gesetzesänderung sollte mit einer großangelegten Beschlagnahmeaktion von Zehntausenden Konten und Tausenden Autos und Immobilien einhergehen.

Weiterhin hatte Mayerhof ein Verfahren entwickelt, wie rund 1,4 Millionen nicht integrierbare – vorwiegend arabische – Migranten schnell wieder in ihre Heimatländer oder ein muslimisches Land zurückgeführt werden können. Im Wesentlichen bestand dieses Programm in der graduellen Streichung aller Sozialleistungen der rund 99,5 % der Einwanderer, die keinen bestätigten Asylstatus haben. Dies sollte mit einer Starthilfe von rund 20.000 Euro pro Erwachsenem und der Übernahme der Rückreisekosten kombiniert werden. Er hatte zudem vor, die Einwanderungsreglungen nach Deutschland denen von Neuseeland anzugleichen und massive staatliche Lohnzuschüsse für hochintelligente – insbesondere asiatische –  Studienabsolventen in technischen Fächern zu gewähren, um den eklatanten Mangel von Hochbegabten in diesen Disziplinen in Deutschland zu reduzieren.

Für diese und viele andere Maßnahmen – u.a. die Abschaffung des Beamtenstatus, eine neue Regierungsform (SCIENAD) und eine neue Form von Firmen für die Pflichtarbeit von Langzeitarbeitslosen (PINCOM) – brauchte Mayerhof eine grundlegende Änderung der alten, unter Aufsicht der Alliierten in 3 Wochen zusammengeschriebenen Verfassung. Dies war in der in der bestehenden Koalition natürlich nicht möglich. Deshalb plante er die Schaffung einer neuen Partei von handverlesenen Mitgliedern, die charakterlich und intellektuell zu den absoluten Spitzen der Gesellschaft gehören. Auf dieser Basis erhoffte er sich – ähnlich wie in Frankreich jüngst geschehen – einen schnellen Sieg, der ihm eine absolute Mehrheit und die Kanzlerschaft einbringen würde.

Auf diesem Hintergrund ist verständlich, dass die große Mehrheit der Bevölkerung von einem gut getarnten Mord an Mayerhof ausgeht. Seine 25jährige Freundin – ein blondes Model, welches nebenbei Kunstgeschichte studiert und den Grünen nahesteht – spielt in dieser Gruppe eine wichtige Rolle. Die dramatische Geschichte der Suche nach den wirklichen Todesursachen von Mayerhof sowie nach den versteckten USB-Sticks, auf denen die Transkripte seiner Geheimreden vor den Gründungsmitgliedern seiner neuen Partei gespeichert waren, wird im den BROMAN „Voxe Popse“ beschrieben.

 

1. Was können Parlamentarier, Minister und andere gewählte Funktionsträger eigentlich noch bewirken?

Wenn ohnehin keine nennenswerte Handlungsfreiheit für die Durchsetzung politischer Gestaltungsideen besteht, weil die heute Vormittag diskutierten Sachzwänge gemeinsam mit den Strippenziehern hinter den Kulissen die substantiellen Wirkungsmöglichkeiten von Exekutive und Legislative massiv einschränken, ist dann vielleicht der Tanz der Marionetten auf der Fassade einer angeblich repräsentativen, parlamentarischen Demokratie die ehrlichste Lösung? Die Antwort ist ein herzhaftes: „Ja!! – was denn sonst??“ Zudem darf man nicht vergessen, dass die „kompetitive Intelligenz“ der Realwirtschaft (im Unterschied zur verantwortungslosen Intelligenz der Zocker in den internationalen Finanz-Kasinos) glücklicherweise und zu Recht einen maßgeblichen Einfluss auf die Politik hat.

Die Abgeordneten und die Minister sollen diejenigen, die an den Felsen der Realwirtschaft arbeiten, möglichst unterstützen und nicht behindern – denn auf diesem Fundament ruht die Gesellschaft. Ebenso wenig wollen die Strippenzieher gestört werden, welche die meist unsichtbaren Fäden in der Hand halten, mit denen der Tanz der Marionetten auf der Fassade der Demokratie gesteuert wird. Vom Staats- und vom Regierungschef werden mit Recht häufige und besonders ausdruckslose Tänze erwartet. Beide führen dies fast täglich in Reden, Pressekonferenzen und Interviews mit bewundernswerter Beharrlichkeit vor. Sie kennen das Gebäude der Gesellschaft und die Felsen auf denen es ruht, nur vom Hörensagen, haben es nie betreten, sondern nur gelegentlich ein Blick darauf geworfen. Die Matrone hatte zunächst nur den Fernseher, der es ihr ermöglichte, über die Mauer zu schauen. Natürlich war ihr Bild zusätzlich verzerrt durch den Wahrnehmungsfilter, der infolge einer politik- und wirtschaftsfremden Ausbildung und Berufspraxis entsteht. Später war man dann allerdings „näher“ dran: Man sah durch die Vorhänge von Amtsstuben und von den Podien großer Säle herab auf das wirkliche Leben.

 

Handlungsempfehlungen (Lothar Müller): Diese Schlussfolgerungen basieren auf den Aussagen des ersten Vortrages von Mayerhof und stellen das ganze politische System in Frage. Im Sinne von MM A-1 muss hier deshalb mit maximaler Empörung widersprochen werden. Hierzu eignen sich Begriffskeulen im Sinne von MM G-2, z.B. „Mayerhof outete sich als trojanisches Pferd zur Vorbereitung einer Diktatur des Großkapitals in Deutschland“.

Hinzu müssen aber auch personalisierte Aufreger kommen, um den Entgegnungen eine emotionale Dimension zu geben, z.B. „Mayerhof diffamierte hinter den Kulissen die Regierungschefin und den ehemaligen Bundespräsidenten!“, „Er biss die Hand, die ihn fütterte und schützte!“ usw.

 

2. „Saalamander“-Karrieren

Die meisten Parlamentarier haben eine typische Politikerkarriere hinter sich, die den Kontakt mit der Lebenswirklichkeit weitgehend ausschließt und die Fassadenmarionetten wirtschaftlich und geistig völlig abhängig vom Verbleiben in diesem Milieu macht. Man sollte diese Laufbahn von Bundestagsabgeordneten und Ministern als „Saalamander“-Karrieren bezeichnen. Hier wird das Reptil bewusst mit einem doppelten A geschrieben, weil das Habitat des „Saalamanders“ der Saal ist. Offenbar handelt es sich um ein wechselwarmes Reptil, welches nicht nur stets die Temperatur seiner Umgebung annimmt, sondern oft auch in der Lage ist, die Farbe seiner Haut nach Belieben zu ändern. Die Karriere des „Saalamanders“ beginnt natürlich im Kreißsaal. Dann wechselt diese Spezies schon während der mehr oder weniger erfolgreichen gymnasialen Schulbildung in den Saal der örtlichen Vereinskneipe, wo – im Kreise von anderen hoffnungsvollen Jungpolitikern – ihre Ochsentour durch die Hierarchie beginnt. Vorher müssen jedoch noch diverse Hörsäle durchsessen werden, wobei man in der Regel der Juristerei oder den „Palaverwissenschaften“ zuneigt. Hat sich der „Saalamander“ dann nach vielem Hinterzimmer-Gekungel schließlich mithilfe einer Seilschaft – die gelegentlich eine spätere „Entlohnung“ fordert – einen guten Listenplatz ermauschelt, steht dem Einzug in den ersten Plenarsaal nichts mehr im Wege. Oft muss man sich jedoch leider in der Rangordnung der Plenarsäle nach oben hangeln. Im schlimmsten Falle vergehen Jahrzehnte, bis es einer von der Stadtverordnetenversammlung über den Landtag bis in den Bundestag geschafft hat.

Wie motiviert ist ein solcher „Saalamander“, durch unbotmäßiges Verhalten – d. h. eine gelegentlich abweichende Meinung – den Unmut der Obermarionetten zu provozieren und vielleicht sogar einen der wirklichen Strippenzieher bei seinem „segensreichen Wirken“ zu stören? Solche Leute machen den größten Teil der Abgeordneten des Bundestages aus. Sie haben nie einen anderen Beruf als den der Politmarionette kennengelernt. Sie kennen das wirkliche Leben und die drei Felsen, welche das Gebäude der Gesellschaft tragen, bestenfalls aus dem Fernsehen und der Zeitung. Aufgrund ihrer angepassten Durchschnittlichkeit haben sie sich im Bierdunst von Hinterzimmern für einen Listenplatz qualifiziert. Jeder der bereits etablierten Marionetten braucht Mitglieder in seiner Seilschaft. Sie müssen jedoch zwei Voraussetzungen mitbringen: Loyalität gegenüber dem Leittier ist die erste Pflicht. Zudem sollten sie diesem erkennbar unterlegen sein, weil so vermieden wird, dass sie heimlich an dessen Stuhlbeinen herumsägen. So wird über mehrere „Generationen“ von Parlamentariern mit der Automatik der Darwinschen Zuchtwahl die Qualität der Abgeordneten immer schlechter, bis sie im Vergleich zum Rest der Gesellschaft sowohl intellektuell als auch charakterlich mehrheitlich als unterdurchschnittlich zu bezeichnen ist.

Das kommt den Strippenziehern aus der Finanzwirtschaft und in den Weltkonzernen natürlich außerordentlich gelegen: Je durchschnittlicher und hilfloser die Politiker sind, desto besser kann man sie steuern. Ein besonderer Glücksfall ist unter diesem Gesichtspunkt eine Regierungschefin, die nicht nur wenig vom globalen Wirtschafts- und Finanzsystem versteht. Sie hat auch kein politisches Ziel, keine Vision und keine Strategie, die über das „auf Sicht fahren“ hinausginge. Ihre stammelnden Allgemeinplätze sind zwar für Deutschland peinlich, für die Strippenzieher aber der reinste Engelsgesang. Genau so wünscht man sich eine Marionette: Sie taumelt im Wind, wenn mal ein paar Strippen locker gelassen werden und erkennt dadurch ihre Hilflosigkeit umso deutlicher. Zudem muss sie zwangsläufig in ihrer Umgebung Leute aufsteigen lassen, die noch viel durchschnittlicher und ahnungsloser sind als sie selber. Sonst wäre ihre Position schnell gefährdet. Wer die Dame besonders leicht manipulieren will, sagt öffentlich, sie sei raffiniert und durchsetzungsstark. Dann ist sie demjenigen gegenüber, der ihre wunde Seele balsamiert hat, besonders zutraulich und arglos.

 

Handlungsempfehlungen (Lothar Müller): Es ist aus offensichtlichen Gründen vom Versuch einer Widerlegung dieser Einschätzungen abzuraten. Stattdessen sollte der Spieß umgedreht werden: Wie in MM E-3 beschrieben, müssen unter früheren Mitarbeitern oder Kollegen von Mayerhof Menschen gefunden werden, die möglichst prägnante Geschichten über die Nutzung von Seilschaften durch Mayerhof bei seiner Karriere in US-Universitäten und bei der Weltbank erzählen können. Notfalls kann man auch Leaks anonymer Quellen verwenden, deren Wahrheitsgehalt ohnehin nicht geprüft werden kann. Es muss in jedem Fall der Eindruck entstehen, das JM ebenfalls eine „Saalamander-Karriere“ gemacht hat, nur eben auf einem anderen Gebiet.

Zusätzlich muss man Empörungs-O-Töne von Abgeordneten einholen, die feststellen, dass JM wie ein Blinder von der Farbe redete, weil er selbst ja nie in ein Parlament gewählt wurde und auch keiner Partei angehörte. Auf diesem Hintergrund sollte man im Sinne von MM A-1 diejenigen Tugenden herausstellen, die man nur während der sogenannten „Ochsentour“ auf dem Weg ins Parlament lernen kann und die für eine funktionierende Demokratie enorm wichtig sind. Dazu gehören Kompromissfähigkeit, Kollektivgeist, innerparteiliche Solidarität, uneigennütziges Agieren als Parteisoldat, Loyalität zu den Führungspersönlichkeiten, Zurückhaltung der eigenen Meinung im Interesse übergeordneter Ziele von Partei und Regierung, Vermeidung der Irritation der Öffentlichkeit durch Benennung von Alternativen etc. pp.

Allerdings muss man hier aufpassen, dass niemand auf die Ähnlichkeiten dieser Prinzipien mit denen hinweist, die auch in den Parlamenten oder Parteigremien der DDR und anderer sozialistischer Länder selbstverständlich waren. Sollte dies doch der Fall sein, ist es leicht, auf die grundsätzlichen Unterschiede zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung in der Bundesrepublik hinzuweisen, die keinerlei Ähnlichkeiten mit sozialistischen Diktaturen hat.

Insofern kann man den Zynismus von JM mit dem er die „Saalamander-Karrieren“ beschreibt, als Arroganz eines ahnungslosen Einzelgängers durch Verengung des Betrachtungsrahmens (siehe MM D-1) darstellen. In diesem Zusammenhang ist es sinnvoll, nach politischen Entscheidungen von JM zu suchen, bei denen er das Parlament umgangen, vielleicht sogar hintergangen hat. Beispiele hierfür sind sicher nicht schwer zu finden, wenn man die Methode der schrittweisen Rahmenverschiebung anwendet (siehe MM D-3).

 

3. Die tanzenden Marionetten scheuen die großen Alten wie der Teufel das Weihwasser

Aus den oben angeführten Gründen ist es nicht verwunderlich, dass kein einziger unter den gegenwärtig aktiven Polit-Marionetten, an die Charakterköpfe der Nachkriegsgeneration von Politikern heranreicht. Soweit diese noch leben, versuchen einige von ihnen, Erfahrungen und Einsichten mithilfe von Büchern oder in Fernsehsendungen weiterzugeben. Allen voran war natürlich der große Raucher, der seine wirkliche Qualität erst erworben hat, nachdem er schon lange aus seinem Amt geschieden war. Sie alle – ganz gleich welcher politischen Richtung sie entstammen – eint die gleiche Erfahrung: Die „Saalamander“ und die hilflosen, ehemals ostdeutschen Seiteneinsteiger mit ihren Zufallskarrieren wollen nichts mit den erfahrenen Alten zu tun haben. Nicht ein einziges Mal fragen sie vor oder hinter den Kulissen um Rat. Sie lesen die Bücher und Artikel der großen Alten nicht; sie sehen nicht ihre Interviews. Was für ein krimineller Akt der Vernachlässigung!

Wenn man selber schon erfahrungs- und konzeptionslos ist, wenig von der Realität gesehen und kaum etwas davon verstanden hat, dann sollte man sich doch am besten an den Rat der Alten klammern und deren Ideen später für die eigenen ausgeben! Nichts von alledem. Wenigstens den großen alten Weltreisenden hätte man doch mal zur Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik befragen sollen. Er schrieb fast jedes Jahr ein neues Buch. Millionen lesen seine Publikationen mit Gewinn. Ein Minister hatte ihn jedoch seit Jahren nicht angesprochen, wie er mir mit gleichgültigem Achselzucken erzählte.

Die Scham vor der eigenen minderwertigen Ahnungslosigkeit lässt es wohl nicht zu, sich der Demütigung eines sachlichen Gesprächs mit den überlegenden Alten aus der Politik, Wissenschaft und Publizistik auszusetzen. Nach wenigen Sätzen würden diese nämlich erstaunt erkennen, dass die Matrone, ihre Seilschaft und die schnatternden Koalitionspartner noch viel ahnungsloser sind, als sie es hinter dem peinlich-diffusen Gestammel schräg formulierter Allgemeinplätze vermuteten. Schnell würde deutlich, dass sich keine raffinierte Verschleierung kluger Absichten hinter dem nichtssagenden Genuschele dieser „führenden Politiker“ versteckt. Die Matrone und ihr Anhang erfühlen, dass die Alten schnell erkennen würden, wie hilflos sie im Treibsand strampeln. Also halten sie sich von den großen Kennern fern.

Genauso macht es der Dicke, der immer noch die Demütigungen durch seinen faschistoiden Vater kompensieren muss und sich wohl auch deshalb als Politiker-Darsteller verdingt hat. Sein Unterbewusstsein weiß, wie ihn jede seiner Gesten und Grimassen verrät. Sein Bewusstsein allerdings blockiert dieses Wissen erfolgreich. Einzig der kurzzeitig aus der Bedeutungslosigkeit aufgetauchte Zyniker und wohlhabende Miet-Redner aus der gleichen Partei ließ sich gelegentlich von dem großen Raucher beraten. Als sich dieser wenig sympathische Zyniker zusätzlich unmöglich machte, indem er ein paar unbequeme Wahrheiten aussprach, war bei Wahlen alles verloren. Auf diesem Hintergrund ist nicht verwunderlich, dass der glatzköpfige Buchhändler, der sich seit Jahren an jede Kamera klammert, die in sein Blickfeld gelangt, kaum als Hoffnungsträger gelten kann.

 

Handlungsempfehlungen (Lothar Müller): Man sollte die Reden und Artikel von Mayerhof innerhalb der letzten 10-15 Jahre durchforsten, um Texte mit Bezug auf die hier angesprochenen „großen Alten“ zu finden. Dann ist es einfach, daraus Zitate zu extrahieren, die im Sinne von MM G-3 so zurechtgeschnitten werden können, dass JM diese Altpolitiker bzw. Autoren schon immer für gelangweilte Rentner hielt, die sich nicht mit dem Verlust ihrer früheren Bedeutung abfinden können und sich deshalb wichtigtuerisch vor jede Kamera drängen. Dadurch könnten seine obigen Bemerkungen als böswillige Sticheleien gegen seine Ministerkollegen und die Parlamentarier abgetan werden.

Wenn dies nichts bringt, sollten die o.g. Materialien mit den geeigneten Computerprogrammen auf Ähnlichkeiten mit Texten der „großen Alten“ durchsucht werden, die JM offenbar sehr schätzte. Angesichts der Ähnlichkeit vieler Themen mit denen sich sowohl diese Leute als auch JM publizistisch auseinandergesetzt haben, wäre es erstaunlich, wenn man nicht auch sehr ähnliche Textstellen finden würde. Wenn deren Menge einigermaßen ausreicht, sollte man einen posthumen Plagiatsskandal lostreten (MM G-3). Ich könnte einen Fachmann empfehlen, dessen Programme Ähnlichkeiten von Texten sehr großzügig als Plagiate interpretieren. Wir haben schon einigen – allerdings noch lebenden – Politikern auf diese Weise nicht nur einen Zacken aus der Krone gebrochen!

 

4. Polit-Marionetten haben weder Zeit noch Gelegenheit zu lernen

Nun werden naive Gemüter sicherlich fragen, ob bei dieser Behauptung nicht vielleicht zynische Nichtachtung im Spiel ist. Politiker machen doch auch Erfahrungen. Scheinbar lernen sie jeden Tag. Sie jetten durch die Welt, treffen einflussreiche Leute und könnten so innerhalb kurzer Zeit ihren Horizont erweitern und bereichern. So müssten sie schließlich jedem anderen überlegen sein, der diese Möglichkeiten nicht hat. Klingt eigentlich plausibel, aber genau das Gegenteil ist richtig. Ein führender Politiker lernt nichts, rein gar nichts und selbst wenn Jahre vergehen: Sein Wissen nimmt eher ab als zu!

Warum ist das so? Das kann nur jemand wie ich nachvollziehen, der selbst lange genug in der Position eines führenden Politikers eingenommen hat, auf diesen Posten allerdings erst spät und auf dem Umweg über die Wissenschaft und das wirkliche Leben gekommen ist. Wenn man mehr als zwanzig Jahre auf den verschiedenen Stufen akademischer Forschung in den weltweit besten Institutionen und im kollegialen Umfeld der klügsten Köpfe auf dem Gebiet der Volkswirtschaft und internationalen Politik zugebracht hat, lässt einen die extrem unproduktive, lern- und kommunikationsfeindliche Tätigkeit eines Spitzenpolitikers erschaudern.

Warum kann ein Spitzenpolitiker aber nichts lernen, warum kann er keine wirklich relevanten Erfahrungen machen? Weil er den ganzen Tag in Konferenzen, Tagungen und Sitzungen verbringt und diesen Veranstaltungen durch seine physische Präsenz Bedeutung verleihen muss. Dabei hört er eine endlose Zahl von substanzlos repräsentativen Reden, erträgt gnadenlose Wiederholungen und liest seinerseits Texte vor, die von Referenten formuliert wurden. Ist ein solches Manuskript nicht zur Hand, kommen halt wieder die üblichen Sprechblasen und nichtssagenden Versatzstücke zur Anwendung, die in hunderten Reden hemmungslos wiederholt werden. Die Gründe hierfür müssen nicht genauer ausgeführt werden. Wenn man nun noch die Zeit berücksichtigt, die für sinnlose Reisen zu den zahllosen Gipfeltreffen und bilateralen Meetings verbraucht werden, dann kommen tatsächlich jeden Tag 12-14 Stunden „Arbeit“ zusammen, obwohl es sich eigentlich nur um das disziplinierte Wärmen von Stühlen und die Aufrechterhaltung von einigermaßen seriösen Gesichtszügen handelt.

Wie simpel muss ein Mensch gestrickt sein, der dies über längere Zeit aushält? Warum müssen immer die Minister oder Regierungschefs am Verhandlungstisch sitzen, obwohl die meisten von ihnen doch über keinerlei Fähigkeiten bei der strategischen Planung und taktischen Durchführung von Verhandlungen verfügen und meistens auf beiden Augen der Verhandlungspsychologie blind sind?

 

Handlungsempfehlungen (Lothar Müller): Zunächst muss im Sinne von MM H-1 eine Argumentationslinie aufgebaut werden, welche die Notwendigkeit von allgemeingültigen und somit unangreifbaren Formulierungen in politischen Reden nachweist. Dann sollte der Fleiß der Abgeordneten und Minister mit ihren 14-16 Stunden-Arbeitstagen mit dem Nachweis der Faulheit von Mayerhof kontrastiert werden.

Durch Leaks ehemaliger Mitarbeiter ist sicherlich sein Terminkalender der letzten 1-2 Jahre einfach zu beschaffen. Angeblich hat er viel Zeit mit Lesen, Recherchieren und Verfassen bzw. Evaluieren von Budgets, Gesetzesentwürfen u.ä. verbracht. Es sollte sich also leicht nachweisen lassen, dass er sehr viel weniger offizielle Termine wahrgenommen hat als seine Ministerkollegen. Durch anonyme Insider-Statements (analog MM E-3) kann man dann den Eindruck verfestigen, dass die anderen Aktivitäten nur vorgeschobene Begründungen waren, um möglichst viel freie Zeit mit seiner jungen Freundin verbringen zu können.

Wie bekannt, propagiert diese Studentin die These vom Mord an JM. Um die offizielle Version eines Strangulationsunfalls bei abartigen Masturbationstechniken zu stärken, muss das Verhältnis der beiden mit Methoden analog MM B-5 in negativem Licht dargestellt werden. Dazu gehört auch, dass eine erotische Suchtbeziehung mit dieser Dame der Grund dafür war, warum JM bei vielen offiziellen Terminen fehlte.